Der Nachlass von Ada und Emil Nolde – ein Schatz wird gehoben

Die Nolde-Stiftung in Seebüll kann erstmalig den gesamten Nachlass von Ada und Emil Nolde archivarisch bearbeiten und ihn vollständig digitalisieren. Möglich wird dies durch die Förderung von Wüstenrot-Stiftung und ZEIT-Stiftung.

Akribisch hob der Maler Emil Nolde seine Korrespondenz mit seiner Frau Ada, der Familie, Bekannten, Künstlerfreunden, Sammlern, Kunsthändlern und Museen auf. Die vielen tausend Briefe sind ein Kernstück des Archivs der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde. Darüber hinaus verwahrt das Archiv der Stiftung die von Nolde hinterlassenen biographischen Originaldokumente, persönliche Papiere und Aufzeichnungen, sowie Fotografien. Die Bedeutung der Briefe war Nolde stets bewusst, er verstand sie neben dem künstlerischen Werk als »kleinere Seite seines produktiven Seins«.

Ein Wissenschaftlicher Archivar beginnt nun – anschließend an die Neuordnung des Nachlasses – mit der digitalen Verzeichnung der Briefe und mit der Einzelblattdigitalisierung. Wenn diese Arbeiten im Sommer 2022 abgeschlossen sind stehen die digitalisierten Briefe in einem Digitalen Langzeitarchiv (OAIS) allen wissenschaftlichen Benutzern im Haus vollständig zur Verfügung. Durch die digitale Erschließung und Sicherung des Nachlasses Ada und Emil Nolde wird ein Baustein für die historische Erforschung der klassischen Moderne und ihrer Rezeption gesetzt.

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