Wie ist Geschichte zu fassen? Der Künstler Ho Tzu Nyen im Kunstverein Hamburg

Als „Kritisches Lexikon Südostasiens“ fasst der Künstler Ho Tzu Nyen seine Arbeiten auf. Vom 8. August bis 14. Oktober 2018 sind die Werke des 1976 in Singapur geborenen und lebenden Künstlers im Kunstverein Hamburg zu sehen.

Vom Video und Film über die Theateraufführung bis zur Installation fragt Ho Tzu Nyen danach, wie die eigene Geschichte zu fassen ist. Sein „Critical Dictionary of Southeast Asia“ erkundet, was die verschiedenen Kulturen verbindet. Das Langzeitprojekt basiert auf umfassender Recherche und akribischer Datensammlung, deren Ergebnisse der Künstler wie ein Historiker aufbereitet. Hauptthema sind die hegemonialen Machtstrukturen, die die Geschichte Singapurs wie auch die Südostasiens geprägt haben. Abseits der offiziellen Geschichtsschreibung sammelt Tzu Nyen Metaphern, Praktiken, Sounds, Biografien und Erzählungen, die quer stehen zu den künstlich in der Kolonialzeit geschaffenen Nationalgrenzen. Aus seinem „Critical Dictionary of Southeast Asia“ zeigt Tzu Nyen in Hamburg „Vol. 3: N for Names“, darin scheint die Mehrdeutigkeit eines Dreifach-Spions ebenso auf wie die sich überlagernden Bilder, die ein Schauspieler filmisch hinterlässt.

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