Ostritzer-Friedensfest-Initiative mit Sonderpreis des Deutschen Engagementpreises ausgezeichnet

Immer wieder treffen sich in Ostritz mehrere tausend Neonazis zu Rechtsrock-Konzerten, zur Feier der Sommersonnenwende und zu Kundgebungen. Doch seit 2018 stellt sich die Stadt Ostritz dem mit einem Friedensfest entgegen. Immer wenn die Rechtsextremen versuchen, das Geschehen für sich zu vereinnahmen, veranstalten die Bewohner ein buntes Fest. Es engagieren sich Bewohner, Vereine, Verbände und Kirchen. Jetzt ist die Initiative gemeinsam mit dem Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal und der Stadt Ostritz mit einem „Sonderpreis des Deutschen Engagementpreis“ ausgezeichnet worden.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey lobte die Macher des Friedensfestes für ihren kreativen Protest gegen Neonazis. „Dieses Engagement ist mit Geld nicht aufzuwiegen. Man kann nur danken für diesen Einsatz, mit dem sie ein klares Zeichen für unsere Gesellschaft setzen, in der Hass und Ausgrenzung nicht den Ton angeben sollen, sondern Menschlichkeit und ein demokratisches Miteinander“, sagte Giffey.

„Mit großem, kreativem Engagement ist es den Friedensfesten gelungen, lokal und überregional den öffentlichen, demokratischen Raum zu verteidigen – beispielhaft!“ schreibt die Jury des Deutschen Engagementpreises in ihrer Begründung zur Preisverleihung.

Die ZEIT-Stiftung unterstützt das Projekt, das sich für Demokratie und Weltoffenheit einsetzt.

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