In unnütz toller Wut. Wie Gefühle Politik und Alltag beherrschen

Vor zehn Jahren wurde der „Wutbürger“ geboren, ein neuer Begriff für ein neues Phänomen: Bürger empörten sich gegen von ihnen als willkürlich empfundene Entscheidungen der Politik. Sie waren zornig, aber sie stellten die Demokratie nicht in Frage. In letzter Zeit jedoch scheinen sich Grenzen und Dimensionen der Wut verschoben zu haben: Es wird gewütet und gehetzt, gebarmt und polemisiert wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Der Wutbürger ist radikal geworden.

Woher kommen diese Gefühle, und was richten sie an? Welche Rolle spielt in den Auseinandersetzungen unserer Zeit die Herabsetzung des anderen? Ist die Schmähung eine heute besonders ausgeprägte Form der Kommunikation? Oder ist es im Lauf der Geschichte eigentlich nie anders gewesen? Darüber spricht Alexander Solloch, NDR Kultur, mit der Literaturwissenschaftlerin Marina Münkler und der Schriftstellerin Marica Bodrožić beim HörSalon am 11. Februar 2020 im Bucerius Kunst Forum.

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