Markus Kaim geht als Helmut Schmidt Fellow nach Washington

Der Sicherheitspolitik- und Transatlantik-Experte Markus Kaim, Berlin, erhält das Helmut Schmidt Fellowship 2019/20.

PD Dr. habil. Markus Kaim (*1968 in Neuss) wird sich während seines Washington-Aufenthaltes vorrangig mit der eigenständigen weltpolitischen Rolle der EU und den transatlantischen Beziehungen beschäftigen: „European Strategic Autonomy – Perequisites, Possibilities, Consequences.“ Kaim unterstreicht: „Die US-Regierung wendet sich von Europa ab und gibt zugleich zu erkennen, dass sie auch ihr globales Engagement zurückfährt. Bedenkt man die möglichen Folgen dieser Politik, wird sich die transatlantische Sicherheitsarchitektur verändern. Europa hätte dann keine andere Wahl als eine größere und unabhängigere Rolle zu spielen.“

Markus Kaim ist Senior Fellow in der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik der Stiftung Wissenschaft und Politik. Zu seinen jüngsten Publikationen zählen: Die Auslandseinsätze der Bundeswehr im Wandel; Ein deutscher Militäreinsatz in Syrien. Politische Ziele, Umsetzbarkeit, rechtliche Voraussetzungen, Effekte; Ein Europäischer Sicherheitsrat. Mehrwert für die Außen- und Sicherheitspolitik der EU?.

Das Helmut Schmidt Fellowship wird einmal im Jahr  an einen renommierten Politikexperten oder eine angesehene deutsche Wissenschaftler-Persönlichkeit vergeben und fördert Forschung zu Themen der transatlantischen Beziehungen und der Europäischen Union mit einem Fokus auf Außen- und Sicherheitspolitik oder Wirtschafts- und Finanzfragen. Die ZEIT-Stiftung und der German Marshall Fund of the United States ermöglichen den mehrmonatigen Washington-Aufenthalt in Würdigung von Helmut Schmidt (1918-2015).