Deutsch-Polnischer Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis 2020

Aus 181 Einsendungen zeichnete die Jury die Arbeiten von Kaja Puto, Malgorzata Zerwe, Heike Bittner, Veronica Frenzel, Agata Szymanska-Medina, Agata Horbacz und Katharina Zabrzynski mit dem Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis aus. Für Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke, zeigt die große Beteiligung an dem Wettbewerb, welch hohes Ansehen der Preis genießt: „Gerade in diesen schwierigen Zeiten wollen wir alles tun, dass das gute Verhältnis in der Grenzregion durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie keinen Schaden nimmt. Es ist unverzichtbar, das über Jahrzehnte gewachsene enge Verhältnis zu bewahren.“

In der Kategorie Print hat Kaja Puto für ihre Reportage: „Christus anstelle der Brücke am Dreiländereck“ den Preis erhalten. Die Autorin beschreibt das Leben im Dreiländereck von Deutschland, Polen und Tschechien. Im ausgezeichneten Hörfunkbeitrag „Deutschpolnischeuropäisch – Die Identitäten der Magdalena Parys” zieht die Autorin Malgorzata Zerwe die Zuhörer von der ersten Sekunde in die Lebensgeschichte der Magdalena Parys. Heike Bittner hat für ihren Fernsehbeitrag „Gestrandet in Berlin – Polen holt obdachlose Landsleute zurück” die Auszeichnung erhalten. Die Reportage erzählt die Schicksale einiger Gestrandeter, die exemplarisch für die etwa 2.000 obdachlosen Polen in der deutschen Metropole stehen. Für die Multimediageschichte „Alle für eine“ erhielten Veronica Frenzel und Agata Szymanska-Medina den Deutsch-Polnischen Journalistenpreis. In der „visual story“ wird die Diskussion um den legalen Schwangerschaftsabbruch in Polen vielschichtig und vielseitig aufbereitet. In der Kategorie „Journalismus in der Grenzregion“, gestiftet vom Land Brandenburg, wurden Agata Horbacz und Katharina Zabrzynski für den Beitrag: „Ohne Polen läuft hier nix“ ausgezeichnet. In ihrer Reportage zeigen beide Autorinnen hocheindrucksvoll das grenzüberschreitende Miteinander in der Frankfurt Oder.

Die in Frankfurt (Oder) vorgesehenen Deutsch-Polnischen Medientage mit Diskussionsveranstaltungen und der feierlichen Preisverleihung finden aufgrund der Corona-Pandemie virtuell statt.

Auf der Internetseite zum Wettbewerb ist eine Begrüßungsbotschaft zu sehen.
Weitere Informationen hier