Hamburger Stiftungsgeschichte

Heute gilt Hamburg mit seinen 1.445 Stiftungen als Stiftungshauptstadt Deutschlands. Stiftungen spielen schon lange eine große Rolle in Hamburg. In der von der ZEIT-Stiftung geförderten Publikation „Stifter und Stiftungen im frühneuzeitlichen Hamburg“ befasst sich Imke Johannsen mit der Stiftungsgeschichte Hamburgs.

Zwischen den 1560er Jahren und dem Ende des 18. Jahrhunderts verzeichnet die Autorin 160 Stiftungsgründungen. Exemplarisch untersucht sie 75 von ihnen und gibt Antworten auf die Fragen, wer stiftete und warum, sowie einen Einblick in das Spannungsverhältnis zwischen Stifter:innenwillen und Stiftungsvollzug. Sie setzt bei den Stiftenden an und analysiert, in welche Bedeutungszusammenhänge sie ihre Stiftungen stellten und erforscht die Modalitäten der Ausgestaltung. Die Stiftungen wurden zu einem Medium, das zur Begriffsbestimmung und Darstellung der sozialen Stellung ihrer Gründer beigetrug. Imke Johannsen verfolgt einen kulturhistorischen Ansatz mit dem Ziel, sich der „Eigenartigkeit, Unterschiedlichkeit und Fremdheit“ von Stiftungen im frühneuzeitlichen Hamburg anzunähern.

Imke Johannsen lebt in Hamburg. Ihre Promotion wurde im Rahmen des Forschungsprojektes zur Hamburger Stiftungsgeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main von der ZEIT-Stiftung gefördert.

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