Politikwissenschaftler Gerald Schneider wird Helmut Schmidt Fellow 2018 und forscht zu Wirtschaftssanktionen der EU und der USA

Das Helmut Schmidt Fellowship des German Marshall Fund of the United States (GMF) und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius wird 2018 dem Politikwissenschaftler Gerald Schneider (*1962) zuerkannt. Der an der Universität Konstanz lehrende Experte für Internationale Beziehungen verbringt ab Oktober 2018 ein akademisches Jahr in der GMF-Zentrale in Washington, D.C.

Das Helmut Schmidt Fellowship wird einer Persönlichkeit zugesprochen, deren Kenntnisse, Kompetenz und Arbeit dem global ausgreifenden politischen Denken verpflichtet sind, wie es Bundeskanzler Helmut Schmidt (1918-2015) verkörperte.

Der in Zürich geborene Gerald Schneider studierte Rechts- und Politikwissenschaft, als Postdoktorand war er an der University of Michigan. Seit 1997 hat er den Lehrstuhl für Internationale Beziehungen an der Universität Konstanz inne. Seine Forschungsarbeit richtet sich auf Entscheidungsprozesse in der Europäischen Union, die Ursachen und Auswirkungen von bewaffneter Gewalt, die internationale Regulierung der Finanzmärkte, Verhandlungstheorien und  Konfliktmanagement. Schneider ist zudem geschäftsführender Herausgeber der Fachzeitschrift „European Union Politics“ (EUP).

Während seines Aufenthaltes in Washington will Gerald Schneider zu Wirtschaftssanktionen arbeiten, wie sie die EU und auch die USA praktizieren: „Helmut Schmidts Eintreten für ein wohlhabendes, demokratisches Europa und für vertrauensvolle europäisch-amerikanische Beziehungen ist ein elementarer Bestandteil meiner wissenschaftlichen Arbeit der letzten dreißig Jahre. Wirtschaftssanktionen zu untersuchen, die sowohl die USA wie auch Europa einsetzen, gemeinsam wie durchaus auch gegeneinander, ist gerade in diesen Zeiten wichtig, in denen die freiheitliche Wirtschaftsordnung ernsthaft bedroht scheint.“

Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, Hamburg, sieht sich als Teil und Förderer einer liberal-weltoffenen Zivilgesellschaft. Sie realisiert ihre Ziele, indem sie Menschen und Organisationen fördert, die mutig Neues versuchen und Impulse in Wissenschaft, Kultur und Bildung setzen. Es ist ihr wichtig, Fragen in Politik, Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft unabhängig zu diskutieren und interdisziplinäre Lösungsansätze für lokale wie globale Herausforderungen zu suchen. Mehr unter www.zeit-stiftung.de

Der German Marshall Fund of the United States zielt auf die Stärkung der transatlantischen Zusammenarbeit auf regionaler, nationaler und globaler Ebene, die auch dem Marshallplan zugrunde lag. Als transatlantischer Think Tank unterstützt der GMF Forschungen und Analysen zu transatlantischen Themen, die insbesondere für politisch Verantwortliche relevant sind. Darüber hinaus fördert der GMF den transatlantischen Erfahrungsaustausch sowie die Entwicklung der Zivilgesellschaft in den Balkan-Staaten und der Schwarzmeerregion. Mehr unter www.gmfus.org

Ein Foto von Gerald Schneider steht unter www.zeit-stiftung.de/presse zum Download zur Verfügung

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