Neue Literaturreihe der ZEIT-Stiftung „Literatur zur Lage“

In der neuen Reihe „Literatur zur Lage“ blickt Kulturredakteur Jan Ehlert mit Schriftstellerinnen und Schriftstellern in die Weltliteratur und in ihre eigenen Werke. Er diskutiert mit Ihnen über die ansteigende soziale Ungerechtigkeit, den aufkeimenden Populismus und wie die Autoren gesellschaftliche Themen und Fragen in ihren Werken verarbeitet haben. Was hat uns Literatur zur Lage in Deutschland 2019 zu sagen? Welche Antworten kann Sie geben auf die Fragen, die unsere Gesellschaft umtreiben?

„Wir gehen von einer aktuellen Frage aus und wir schauen, welche Antworten Autorinnen und Autoren darauf gegeben haben. Zum Beispiel diskutieren wir mit Timur Vermes anhand seiner Bücher „Er ist wieder da“ und „Die Hungrigen und die Satten“, warum Populisten heute wieder so erfolgreich sind. Dabei schauen wir auch in die Literaturgeschichte, in die Gedanken und Erfahrungen, die Schriftstellerinnen und Schriftsteller mit uns geteilt haben,“ fasst Jan Ehlert die Idee der neuen Reihe zusammen.

Auftakt ist am Mittwoch, 23.10.2019 um 20 Uhr im Bucerius Kunst Forum, Alter Wall 12.

Aufstieg der Autokraten – Romane als Rüstzeug gegen Rechtspopulismus

mit Timur Vermes und Texten von Sinclair Lewis, Shakespeare, Stephen King u.a.

„Make America proud again“! Mit diesem Programm zieht ein frauenfeindlicher lügender Außenseiter ins Weiße Haus ein – und zwar bereits im Jahr 1936. So hat es Nobelpreisträger Sinclair Lewis in seinem Roman „Das ist hier nicht möglich“ beschrieben. Wie ein Wiederaufflammen des Rechtspopulismus in Deutschland aussehen könnte, das zeigte Timur Vermes 2012 – also noch vor der Gründung der AfD – in seinem Erfolgsroman „Er ist wieder da“, der vieles vorwegnahm, was heute Realität ist. Was können Autor*innen den Autokraten entgegensetzen? Und was lernen wir aus den Geschichten der Weltliteratur über die Mechanismen des Populismus? Darüber spricht Kulturjournalist Jan Ehlert mit Timur Vermes. Die Texte liest Kristian Bader.

Weitere Veranstaltungen sind:

 Zwischen den Geschlechtern – Die Lust der Literatur am Spiel mit sexuellen Identitäten mit Ulrike Draesner und Texten von Virginia Woolf, Jeffrey Eugenides, Ovid u.a.

Mittwoch, 6.11.2019, 20 Uhr, Bucerius Kunst Forum, Alter Wall 12, Hamburg

 

„Wär ich nicht arm, wärst Du nicht reich“ – Schriftstellerinnen zur sozialen Schieflage

mit Anke Stelling und Texten von Bertolt Brecht, John Steinbeck, Hans Fallada u.a.

Mittwoch, 11.12.2019, 20 Uhr, Bucerius Kunst Forum, Alter Wall, Hamburg