Neue Vorhaben und Förderungen der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

In der Tradition ihrer Stifter Ebelin und Gerd Bucerius sieht sich die ZEIT-Stiftung als Teil und Förderer einer liberal-weltoffenen Zivilgesellschaft. Mit ihren Aktivitäten will sie inspirieren, bewegen und langfristig Wirkung erzielen. Verwirklicht werden die Stiftungsziele durch Projekte und eigene Einrichtungen, gleichermaßen werden aber auch Menschen und Organisationen gefördert, die mutig Neues versuchen und Impulse in Wissenschaft, Kultur und Bildung setzen – so auch im Jahr 2020.


Fellowships am Hamburg Institute for Advanced Study e.V (HIAS)
Das „Hamburg Institute for Advanced Study“ (HIAS) ist im Januar 2019 als Verein in kooperativer Trägerschaft ausgewählter Hamburger Hochschulen und der Akademie der Wissenschaften gegründet worden. Im Zentrum der Stadt und in der Nähe der Mitgliedseinrichtungen entsteht ein neuer Ort, an dem ausgewählte Wissenschaftler frei von Zwängen an wichtigen Forschungsfragen arbeiten können. Die berufenen Fellows – exzellente Wissenschaftler mit internationalem Renommée – erhalten eine umfassende organisatorische und finanzielle Unterstützung, um sich in aller Freiheit ihrer Forschung widmen zu können.
Die ZEIT-Stiftung wird über drei Jahre Forschungsaufenthalte von Geistes- und Sozialwissenschaftlern ermöglichen. Gemeinsam mit der Joachim Herz Stiftung werden so in den kommenden drei Jahren rund zehn Stipendien für Gastwissenschaftler finanziert. Die beiden Stiftungen unterstreichen damit ihr Bekenntnis zum Wissenschaftsstandort Hamburg.
Die Gründung des HIAS folgt der Empfehlung des Wissenschaftsrates, die Internationalisierung des Wissenschaftsstandorts Hamburg zu stärken. Die Berufung der ersten Fellows ist für September/Oktober 2020 vorgesehen.


Symphoniker Hamburg: Bildungs-, Vermittlungs- und Educationarbeit
Die ZEIT-Stiftung fördert ab 2020 das Vermittlungsprogramm der Symphoniker Hamburg und damit den musikalischen Dialog zwischen Profimusikern, Laienmusikern und Interessierten – gleich welcher Herkunft und gleich welche Barrieren es dabei abzubauen gilt. Mit dem Projekt „ThinkINg Orchestra“ widmen sich die Symphoniker Hamburg der Musikalisierung des Gemeinwesens. Es ist ein ganzheitliches Projekt, das mit Konzerten in Altersheimen, Musikpädagoginnen in Kitas und Schulen sowie Kammerkonzerten in Stadtteilzentren und Krankenhäusern Musik auf vielfältige Weise ausleuchtet, dynamisiert und erlebbar macht. Ziel ist es, bildungs- und kulturferne Menschen für Orchestermusik zu begeistern.
So erschießt das Vermittlungsprogramm neben dem etablierten Publikum die Welt der klassischen Musik für weitere 7000 Teilnehmende pro Saison. Seit ihrer Gründung 1957 verstehen sich die Symphoniker Hamburg als ein Orchester für alle Hamburgerinnen und Hamburger.

Beyond Borders – Jenseits von Grenzen
Mit den neuen Doktorandenstipendien und Austauschforen „Beyond Borders“ engagiert sich die ZEIT-Stiftung in den Forschungsbereichen „Border Studies“ und „Borderland Studies“.
Grenznahe Räume als Orte der empirischen Untersuchung zu nutzen und Vertreter aus verschiedenen Disziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften zusammenzubringen ist das Ziel dieser Ausschreibung. Mit dem neuen Doktorandenprogramm soll der Blick auf grenzüberschreitende Phänomene gerichtet werden, die Ambivalenz von Grenzen und die Entwicklungen von Grenzüberschreitungen empirisch untersucht werden. Der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis findet besondere Berücksichtigung in den Programmstrukturen: Durch öffentliche Tagungen und Workshops wird eine Vernetzung über die Grenzen des wissenschaftlichen Sektors hinaus ermöglicht.

 
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Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die ZEIT-Stiftung, Jessica Staschen,
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