Swobodniy Kurs [freier Weg], Barnaul (Rußland)
www.kurs.altapress.ru
Die Zeitung wurde vorgeschlagen von der Friedrich Naumann-Stiftung sowie von der Deutschen Botschaft, beide Moskau. Sie ragt unter den Blättern der russischen Regionen heraus durch ihre Qualität, ihre Popularität und die gegen zahlreiche örtliche Anfeindungen bewahrte Unabhängigkeit. Sie erscheint seit 1990 in eigener Regie als Publikation des Verlagshauses Altaj-Press, das sich im Besitz von sieben dort tätigen Gesellschaftern befindet.

 

Express, Lviv Lemberg (Ukraine)
www.expres.lviv.ua
Die Zeitung wurde von Christopher Patten, EU-Kommission, der Deutschen Botschaft, Kiew, sowie von Ivanna Kobernyk, Kiew (Marion Gräfin Dönhoff- Stipendiatin der ZEIT-Stiftung 2002), vorgeschlagen. Sie vereint journalistische Qualität, wirtschaftliche Stabilität und Einsatz für Meinungsfreiheit. Auch dieses Blatt steht für Qualitätspresse in der Region, hier Westukraine/Lemberg - ein Kriterium, das der Jury am Herzen lag. "Die Ausstrahlung der Zeitung reicht weit über die Stadt Lemberg hinaus", so Sabine Stoehr von der Deutschen Botschaft.

Belarussiy Rinok [Weißrussischer Markt], Minsk (Belarus)
www.br.minsk.by
Die Zeitung wurde vorgeschlagen von Christopher Patten sowie von allen bisher prämierten Pressepreisträgern aus Weißrussland. "Sie bietet den Lesern Nachrichten und Analysen aus Wirtschaft und Politik, und wahrt dabei Unabhängigkeit sowohl von den Strukturen der Macht als auch wirtschaftlichen Interessengruppen", so Patten. Für sie und die langsam wachsende eigenständige Presselandschaft spricht überdies, dass sich die vier bisherigen Gerd Bucerius-Preisträger aus Belarus einhellig für dieses Blatt aussprachen.

Mikola Markevitsch, Grodno (Belarus)
Der Journalist wurde vorgeschlagen von Hans-Georg Wieck, Berlin. Seine Zeitung Pagonja [der litauisch-weißrussische Reiter], 1992 von ihm gegründet, bekannte sich von Sprache wie Inhalt her zur eigenständigen politischen und kulturellen Geschichte Weißrusslands. Dies und ihr politisch eigenständiges Urteil bewogen die Regierung Lukaschenko zur gewaltsamen Schließung der Redaktion im Herbst 2001. Der Gerd Bucerius-Förderpreis ehrt einen mutigen Verleger und bekennenden Verfechter von Meinungsfreiheit. Je eine ehrende Anerkennung gilt der Nowyje Izvestija (Moskau) und der Dnevnik (Sofia)