„Beyond Borders” unterstützt Promotionsprojekte über Grenzen und gesellschaftliche Grenzziehungen in der Vergangenheit und heute. Das Programm fördert den interdisziplinären Austausch in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Stipendienausschreibung 2020 richtet den Fokus auf „Grenzen, Demokratie und Sicherheit“. Bewerbungen können bis zum 15. Januar 2021 eingereicht werden.

Grenzen sind ein fester Bestandteil unseres Alltags. Die politischen, gesellschaftlichen, virtuellen, intellektuellen und kulturellen Grenzen werden kontrovers diskutiert – sowohl im internationalen Kontext bei Migrations-, Sicherheits-, Bildungs- oder Handelsfragen als auch innerhalb der Gesellschaften, die angesichts zunehmender Vielfalt um neue Deutungen eigener Kultur und Geschichte ringen. Geografische Grenzen trennen Staaten, Regionen und Städte; sie bestimmen die territoriale Organisation. Informelle gesellschaftliche Grenzziehungen und symbolische Trennlinien definieren hingegen Werte und Normen des sozialen Miteinanders. Alle Grenzen können als soziale Konstrukte angesehen werden: Sie sind kulturell und historisch verankert, entstehen häufig im Ergebnis internationaler Verträge oder politischer Verhandlungen und spiegeln gesellschaftliche Auseinandersetzungen wider. In unserem zunehmend globalisierten Zeitalter mit steigender Mobilität von Menschen und ständiger Zirkulation von Gütern, Objekten, Ideen und Praktiken werden immer häufiger und immer mehr Grenzen überschritten. Gleichzeitig sind wir aber auch mit der Zunahme neuer Grenzziehungen innerhalb und zwischen den Gesellschaften konfrontiert. An den Grenzen und in den grenzüberschreitenden Regionen wird deshalb der politische, wirtschaftliche und kulturelle Wandel besonders sichtbar.

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