Markus Kaim geht als Helmut Schmidt Fellow nach Washington

Der Sicherheitspolitik- und Transatlantik-Experte Markus Kaim, Berlin, erhält das Helmut Schmidt Fellowship 2019/20. Die ZEIT-Stiftung und der German Marshall Fund of the United States ermöglichen den mehrmonatigen Washington-Aufenthalt einmal im Jahr in Würdigung von Helmut Schmidt (1918-2015).

Das Stipendium wird an einen renommierten Politikexperten oder eine angesehene deutsche Wissenschaftler-Persönlichkeit vergeben und fördert Forschung zu Themen der transatlantischen Beziehungen und der Europäischen Union mit einem Fokus auf Außen- und Sicherheitspolitik oder Wirtschafts- und Finanzfragen.

PD Dr. habil. Markus Kaim (*1968 in Neuss) wird sich während seines Washington-Aufenthaltes vorrangig mit der eigenständigen weltpolitischen Rolle der EU und den transatlantischen Beziehungen beschäftigen: „European Strategic Autonomy – Perequisites, Possibilities, Consequences.“ Kaim unterstreicht: „Die US-Regierung wendet sich von Europa ab und gibt zugleich zu erkennen, dass sie auch ihr globales Engagement zurückfährt. Bedenkt man die möglichen Folgen dieser Politik, wird sich die transatlantische Sicherheitsarchitektur verändern. Europa hätte dann keine andere Wahl als eine größere und unabhängigere Rolle zu spielen.“

Markus Kaim ist Senior Fellow in der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Er hat als Visiting Scholar am Institute of European, Russian, and Eurasian Studies der Carleton University, Ottawa, als DAAD Professor for German and European Studies an der University of Toronto sowie als Vertretungsprofessor für Außenpolitik und Internationale Beziehungen an der Universität Konstanz gelehrt. Er ist Lehrbeauftragter an der Universität Zürich und an der Hertie School of Governance, Berlin. Zu seinen jüngsten Publikationen zählen: Die Auslandseinsätze der Bundeswehr im Wandel, Berlin 2018; Ein deutscher Militäreinsatz in Syrien. Politische Ziele, Umsetzbarkeit, rechtliche Voraussetzungen, Effekte, Berlin 2018; Ein Europäischer Sicherheitsrat. Mehrwert für die Außen- und Sicherheitspolitik der EU?, Berlin 2018.

Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, Hamburg, sieht sich als Teil und Förderer einer liberal-weltoffenen Zivilgesellschaft. Sie realisiert ihre Ziele, indem sie Menschen und Organisationen fördert, die mutig Neues versuchen und Impulse in Wissenschaft, Kultur und Bildung setzen. Es ist ihr wichtig, Fragen in Politik, Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft unabhängig zu diskutieren und interdisziplinäre Lösungsansätze für lokale wie globale Herausforderungen zu suchen. Mehr unter www.zeit-stiftung.de

Der German Marshall Fund of the United States zielt auf die Stärkung der transatlantischen Zusammenarbeit auf regionaler, nationaler und globaler Ebene, die auch dem Marshallplan zugrunde lag. Als transatlantischer Think Tank unterstützt der GMF Forschungen und Analysen zu transatlantischen Themen, die insbesondere für politisch Verantwortliche relevant sind. Darüber hinaus fördert der GMF den transatlantischen Erfahrungsaustausch sowie die Entwicklung der Zivilgesellschaft in den Balkan-Staaten und der Schwarzmeerregion. Mehr unter www.gmfus.org

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die ZEIT-Stiftung, Frauke Hamann, Leiterin Kommunikation, Tel. 040 41336871, Mobil: 0173 6231953, E-Mail: hamann@zeit-stiftung.de