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Hamburg, 15. Februar 2024
Berliner Freiheitsdialog: Ein Abend mit Margot Friedländer und Bundespräsident a.D. Dr. Joachim Gauck

Berliner Freiheitsdialog: Ein Abend mit Margot Friedländer und Bundespräsident a.D. Dr. Joachim Gauck

Im restlos ausverkauften Deutschen Theater in Berlin sprach der Journalist und Autor Georg Mascolo mit der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer und dem ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck über Deutschlands Vergangenheit, seine Gegenwart und die Zukunft. Ergänzt wurde das Gespräch mit Textpassagen aus Margot Friedländers Autobiografie “Versuche, dein Leben zu machen”.

Manuel Hartung, Vorstandsvorsitzender der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, leitet mit folgenden Worten den Abend ein: “Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, eine liberale und offene Gesellschaft in einer Welt, die unsicherer wird, zu fördern.” Hartung bedankte sich bei Christoph Gottschalk, der den Abend kuratierte, mit den Worten: “Ohne ihn wäre der Abend so nicht möglich gewesen.”

Die inzwischen 102-jährige Margot Friedländer entschied sich mit 88 Jahren in ihre Heimatstadt Berlin zurückzukehren - und hat es bis heute keine Sekunde bereut. Ihre Botschaft ist klar: Seid Menschen.

Georg Mascolo fragte Joachim Gauck, weshalb die Menschen genau jetzt auf die Straße gehen. Seine Antwort: “Wenn Demokratie und Freiheit auf dem Spiel stehen, fragen sich die Menschen: Wer sind wir eigentlich, wer wollen wir sein? Und sie erkennen, wir müssen für unsere Werte einstehen. Menschen sind zu allem fähig, zu allem Guten, zu allem Bösen. Aber wir haben immer eine Wahl. Das können wir von Zeitzeugen lernen”.

Anja Schneider, Ensemblemitglied des Deutschen Theaters, las drei von Margot Friedländer ausgewählte Passagen ihrer Autobiografie. Über den Tag als die Gestapo Margots kleinen Bruder aus der Wohnung deportierte, über ihr Leben im Untergrund, über wortlose Abschiede, über das Aushalten, über die Zeit in Theresienstadt.
Trotz allem Erlebten entschied sich Margot Friedländer für die Rückkehr nach Deutschland, wo sie sich der Aufklärung von Schüler:innen über die Geschehnisse während der Nazi-Zeit verschrieb. “Ich war in vielen größeren und kleineren deutschen Schulen und habe unendlich viele Danksagungen von Schülern bekommen, dafür dass ich ihnen die Hand reiche und dass ich ihnen als Freundin entgegenkomme. Ich möchte, dass ihr menschlich seid und Menschen respektiert.”

Der hoffnungsvoll stimmende Abend endete mit minutenlangem Applaus und Standing Ovations.

Die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS veranstaltete mit diesem Abend den „Berliner Freiheitsdialog“, bei dem wichtige Stimmen zu Wort kommen, um Stellung zu drängenden Themen unserer Zeit zu nehmen.

Kuratiert wurde der Abend in Kooperation mit dem Deutschen Theater von Christoph Gottschalk.

Pressekontakt:

ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, Jessica Staschen, Leiterin Kommunikation, Telefon: 040 41336871, E-Mail: presse@zeit-stiftung.de

Hamburg, 24. Januar 2024
(Kein) Aufstieg durch Bildung? Bildung ist Bürgerrecht!
Gemeinsames Bildungsmanifest mit Empfehlungen und Forderungen für eine gerechtere Bildungspolitik an Familienministerin Paus übergeben
Sperrfrist, 24. Januar 2024, 19.00 Uhr 

Vorstandsvorsitzender Hartung: „Wir sind alle verantwortlich.“

Bildungsungerechtigkeit grassiert. Nach wie vor hängt Bildungserfolg in Deutschland maßgeblich von der Herkunft der Eltern und dem sozialen Hintergrund ab. Wenn Kinder mit schlechteren Voraussetzungen starten, zieht sich das meist durch die spätere schulische Laufbahn. Um das zu ändern und mehr Chancengerechtigkeit zu gewährleisten, braucht es die gemeinsame Kraftanstrengung von Staat und Gesellschaft – und zwar von Anfang an. Wie kann mehr Bildungsgerechtigkeit gelingen? Was braucht gute Bildung für alle? Wie kann das Grundrecht auf schulische Bildung umgesetzt und verwirklicht werden?

Namhafte Expert:innen aus Bildungspraxis, bildungswissenschaftlicher Forschung, Rechts- und Gesellschaftswissenschaften haben zu diesen Fragen ein gemeinsames Bildungsmanifest erarbeitet, das zum internationalen Tag der Bildung am Mittwoch, 24. Januar 2024, in der Bucerius Law School in Hamburg der Öffentlichkeit vorgestellt und an Bundesfamilienministerin Lisa Paus übergeben wurde. Die Empfehlungen und Forderungen definieren das vom Bundesverfassungsgericht formulierte Grundrecht auf Bildung konkret aus und benennen von „Bildungsminimum“ bis „verbindlichem Ganztag“ neun Vorschläge in den drei übergeordneten Bereichen „Was lernen?“, „Wie lernen?“, „Wozu lernen?“. Des Weiteren beinhaltet das Papier vier Umsetzungslinien an die Schulen und schließt mit einem Appell an Politik und gesellschaftliche Entscheidungsträger:innen, sich der großen Aufgabe gemeinsam zu stellen.

Das Bildungsmanifest entspringt der gemeinsamen Bildungs-Initiative der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS und der Bucerius Law School „Bildung ist Bürgerrecht“, zu der folgende Expert:innen gehören:
Dr. Martina Diedrich, (Direktorin des Instituts für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung der Freien und Hansestadt Hamburg), Prof. Dr. Felix Hanschmann (Inhaber des Lehrstuhls „Kritik des Rechts – Grundlagen und Praxis des demokratischen Rechtsstaats“ an der Bucerius Law School), Prof. Manuel Hartung (Vorstandsvorsitzender der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS), Prof. Dr. habil. Nina Kolleck (Universitätsprofessorin für Erziehungs- und Sozialisationstheorie an der Universität Potsdam), Prof. Dr. Steffen Mau (Professur für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin).

Prof. Dr. Felix Hanschmann, Leiter des Projekts „Bildung ist Bürgerrecht“ und Inhaber des Lehrstuhls „Kritik des Rechts“ an der Bucerius Law School: „2021 hat das Bundesverfassungsgericht in einem wegweisenden Urteil das Grundrecht auf schulische Bildung anerkannt. Das Urteil stellt heraus, dass jedes Kind Anspruch auf einen Mindeststandard an schulischen Bildungsangeboten hat. Das Gericht betont, dass finanzielle Engpässe des Staates keine Rechtfertigung für die Unterschreitung dieses Mindeststandards darstellen. Der Ausgleich von Benachteiligungen in unserem Bildungssystem ist die zentrale Aufgabe für Bildungssteuerung und Bildungspolitik, weil an Bildung mehr hängt als Wissen nämlich Lebenschancen, Selbstverwirklichung und politische Teilhabe. Bildungsgerechtigkeit ist damit auch essenziell für unsere Demokratie.“ 

Prof. Manuel Hartung, Vorstandsvorsitzender der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS: „Spätestens nach dem Pisa-Schock 2023 muss allen Verantwortlichen klar sein: Ein „Weiterso“ ist eine fahrlässige Gefährdung der Bildungszukunft unseres Landes – und fördert die gesellschaftliche Spaltung. Denn nur wenn alle Kinder die gleichen Chancen haben, aufgeklärte Bürgerinnen und Bürger zu werden, können sie auch mündige Entscheidungen in einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft treffen. Dafür kämpfen wir als ZEIT STIFTUNG BUCERIUS seit Langem und bringen mit dem Bildungsmanifest unsere Expertise zu mehr Bildungsgerechtigkeit ein. Wir brauchen jetzt gemeinsame Anstrengungen und Mut, strukturelle Benachteiligungen von Schülerinnen und Schülern im Bildungssystem abbauen. Denn nur gemeinsam mit Politik, Schulen und Gesellschaft können wir diese notwendigen Maßnahmen im deutschen Schulsystem umsetzen. Wir alle sind verantwortlich. Für das Grundrecht auf Bildung. Für die Kinder. Und für mehr Gerechtigkeit!“

Das gesamte Bildungsmanifest zum Bürgerrecht auf Bildung finden Sie hier.

Hintergrund zu „Bildung ist Bürgerrecht“:
Das Bundesverfassungsgericht hat 2021 erstmals das Recht auf schulische Bildung von Kindern und Jugendlichen als Grundrecht anerkannt. Wie aber gestaltet sich ein solches Grundrecht? Welche Standards muss das Schulsystem gewährleisten? Welche Schritte führen in eine Zukunft mit gerechter Bildung für alle jungen Menschen? Diesen Fragen widmet sich die gemeinsame Initiative der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS und der Bucerius Law School: „Bildung ist Bürgerrecht“, die der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Felix Hanschmann, Bildungsrechtler und Inhaber des Lehrstuhls „Kritik des Rechts“ an der Bucerius Law School, unter Beteiligung der Expert:innen Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth, Prof. Dr. Nina Kolleck, Prof. Dr. Steffen Mau, Dr. Martina Diedrich und Prof. Manuel Hartung leitet. Bei der Auftaktveranstaltung im Dezember 2022 sprach Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger mit Wissenschaftler:innen über die Bedeutung und Hintergründe des Grundrechts auf Bildung. Zudem fanden im ersten Jahr seit Start der Initiative weitere Talks zu zentralen Fragen des Grundrechts statt, u.a. mit Hamburger Bildungspolitikerinnen und schulpolitischen Sprecherinnen der SPD, CDU, Grüne, FDP und Linke, oder mit Prof. Dr. Felix Hanschmann (Bucerius Law School) und Dr. Martina Diedrich (Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung der Freien und Hansestadt Hamburg). Der Bildungssoziologe Prof. Dr. Marcel Helbig (Leibniz-Institut für Bildungsverläufe) diskutierte im Rahmen der Initiative zur Privatisierung von Schulen aus soziologischer und rechtlicher Perspektive.

Weitere Informationen auch unter: https://zeit-stiftung.de/themen/thema/81-bildung-ist-buergerrecht

Hamburg, 14. Dezember 2023
Individuelle Förderung zum Abbau von Lernrückständen: Hamburger Mentorenprogramm „Anschluss“ erfolgreich
Bereits über 11.000 Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen gefördert

Bei der Veröffentlichung der aktuellen PISA-Studie vor wenigen Tagen forderte die Studienleitung im Hinblick auf die deutschlandweit eingebrochenen Lernleistungen unter anderem eine stärkere individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern. Schulsenator Ties Rabe: „Jetzt zeigt eine Auswertung des Hamburger Mentorenprogramms „Anschluss“ durch das Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ), wie erfolgreich individuelle Förderung in Hamburg bereits läuft. Die Lernentwicklung vieler Schülerinnen und Schüler konnte gesteigert, ihre Lernrückstände konnten verringert werden. Seit Programmstart im August 2021 wurden schon 11.365 Schülerinnen und Schüler in kleinen von Mentorinnen und Mentoren betreuten Lerngruppen gefördert.“ Bereits eine vorangegangene Studie des renommierten Wissenschaftszentrums Berlin hatte die Hamburger Fördermaßnahmen ausdrücklich gelobt.

Schulsenator Ties Rabe und das Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ) haben heute die wissenschaftliche Auswertung des Lernförderprogramms „Anschluss“ vorgestellt. Das Programm richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 4. Klassenstufe im Übergang auf die weiterführenden Schulen, wurde zunächst von der Schulbehörde und dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Kooperation mit der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS und der Universität Hamburg durchgeführt und wird seit 2023 in alleiniger Verantwortung des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) organisiert und koordiniert.

Manuel Hartung, Vorstandsvorsitzender der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS: „Wie die PISAStudie 2023 wieder zeigt, spielen Herkunft und sozialer Hintergrund nach wie vor eine große Rolle, wenn es um Bildungschancen geht. Wenn Kinder mit schlechteren Voraussetzungen starten, zieht sich das meist durch die spätere schulische Laufbahn. Um das zu ändern, braucht es die gemeinsame Kraftanstrengung von Staat und Gesellschaft – und zwar von Anfang an. Dass die Behörde für Schule und Berufsbildung unser erfolgreiches Mentoring-Programm WEICHENSTELLUNG zum Vorbild nimmt und die gezielte Förderung von Viertklässler:innen in Hamburg nun verstetigt, freut mich sehr. Dies belegt die Wirksamkeit der Pionierarbeit. Die institutionelle Fortführung unseres Modells markiert den Beginn eines neuen Kapitels für die Bildungsgerechtigkeit vieler Kinder. Die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS hat als ein zentrales Ziel, chancengerechte Bildung zu ermöglichen — daher freut mich die Verstetigung besonders.“

Um den Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule zu erleichtern, wurden für alle leistungsschwächeren Kinder aller vierten Klassen nachmittags zusätzliche Lernkurse angeboten. Unter der Anleitung von speziell geschulten (vorwiegend studentischen) Mentorinnen und Mentoren trainieren die Kinder in kleinen Gruppen von vier bis fünf Schülerinnen und Schülern Basiskompetenzen wie zum Beispiel Lesen, Textverständnis, Schreiben und Mathematik. Die Kurse finden zusätzlich zum Regelunterricht zwei Mal wöchentlich nachmittags mit je zwei Unterrichtsstunden statt.

Neben dem fachlichen Lernen geht es auch darum, die Kinder in ihrer Persönlichkeit und Lernmotivation zu stärken und ihr selbstgesteuertes Lernen zu fördern, um sie gut auf den Wechsel an die weiterführende Schule vorzubereiten. Die Mentorinnen und Mentoren werden gezielt auf ihre Aufgabe vorbereitet und erhalten Vorschläge für geeignetes Unterrichtsmaterial, das sich am Regelunterricht und den Bildungsplänen orientiert. Das Programm wird seit dem aktuellen Schuljahr in allen Grundschulen in sozial benachteiligter Lage fortgesetzt.

Die Mentorinnen und Mentoren erhalten eine Qualifizierung und werden projektbegleitend von erfahrenen Expertinnen und Experten aus der Lehrerbildung und Unterrichtsentwicklung begleitet. Zudem können sie über die neue Lernplattform „IGEL“ (Das Hamburger Portal mit Informationen und Materialien für individuelle gezielte Lernförderung) auf Unterstützungsangebote für die Vorbereitung und Durchführung ihrer Kurse (Fördermaterialien mit didaktischen Hinweisen etc.) zugreifen. Jede Schule hat eine „Anschluss“-Senior-Mentorin bzw. einen „Anschluss“-Senior-Mentor benannt, der oder die das Programm vor Ort koordiniert und Ansprechperson für die Honorarkräfte ist. Für die Senior-Mentorinnen und -Mentoren bietet das LI sowohl einführende als auch begleitende Seminare an. Das Angebot findet unter dem Dach und in der Regie der Schule in vertrauter Lernatmosphäre statt. Die Schule benennt in Absprache mit den Sorgeberechtigten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler.

Wissenschaftliche Evaluation des Programms durch das IfBQ

Die wissenschaftliche Evaluation wurde von Februar 2022 bis Juli 2023 durchgeführt. Dafür wurden Daten der Schulstatistik und der Lernstandserhebungen KERMIT genutzt. Darüber hinaus wurden Befragungen der Schulleitungen, Klassenlehrkräfte und Mentorinnen und Mentoren sowie Beobachtungen in den Anschluss-Kursen durchgeführt. Die Erhebungen wurden an einer repräsentativen Stichprobe von 47 Grundschulen, die anhand der Kriterien Sozialindex, Bezirk und Ganztagsform ausgewählt wurden, durchgeführt.

Das Anschlussprogramm wird überwiegend von Lehramtsstudierenden durchgeführt und wird von allen Beteiligten gut angenommen, was sich in den hohen Beteiligungs- und geringen Abbruchquoten zeigt. Die Mentorinnen und Mentoren sind externe Lernbegleiter, die die Lernleistung der Schülerinnen und Schüler auch nicht bewerten, es besteht so ein anderes Schüler-Lehrer-Verhältnis als im regulären Unterricht. Wie die Teilnahmedaten belegen, erreichte das Programm auch tatsächlich die Schülerinnen und Schüler, die pandemiebedingten Förderbedarf aufwiesen. Dies zeigt sich an den erheblichen Lernrückständen im Bereich Deutsch- Leseverstehen und Mathematik (KERMIT 3) und auch in den geringeren überfachlichen Kompetenzen der teilnehmenden Kinder.

Sowohl Schulleitungen als auch die Mentorinnen und Mentoren äußern sich insgesamt positiv über das Programm. Die Akzeptanz auf Seiten des Kollegiums ist hoch, und es gelang gut, Eltern von dem Programm zu überzeugen. Die Mentorinnen und Mentoren erleben ihre Arbeit in den Kursen als wert- und sinnvoll und können sich eine weitere Tätigkeit an den Grundschulen mehrheitlich gut vorstellen. Zum Teil waren sie allerdings mit erheblichen Störungen konfrontiert. Aus den Beobachtungen wurde deutlich, wie unterschiedlich die Kurse organisiert und gestaltet werden. Wichtig für den Erfolg scheint eine gute Integration in den Schulalltag zu sein, eine positive Konnotation und eine bedarfsgerechte Ausgestaltung.

Die Wirksamkeit des Programms konnte anhand der Kompetenzmessungen nachgewiesen werden. So zeigen die Schülerinnen und Schüler, die an „Anschluss“ teilgenommen haben, signifikant höhere Lernzuwächse in Deutsch und Mathematik als ihre Mitschülerinnen und - schüler, die nicht am Programm teilgenommen haben und konnten in ihren Kompetenzständen erheblich aufholen.

Als Herausforderung beschreiben die Schulleitungen die Rekrutierung von Mentorinnen und Mentoren, die Bereitstellung von Räumlichkeiten und die Integration in den Schulalltag. Für die Mentorinnen und Mentoren ist der Umgang mit schwierigen und konfliktreichen Situationen besonders herausfordernd. Hier ist zu überlegen, wie die Mentorinnen und Mentoren in ihrer Arbeit noch besser unterstützt und begleitet werden können.

Teilnahmedaten am Anschluss-Programm

Seit dem Programmstart im August 2021 und bis Juli 2023 nahmen bis zu 213 Grundschulen, Spezielle Sonderschulen und ReBBZ am Programm teil. Hierbei wurden insgesamt 10.272 Schülerinnen und Schüler der Jahrgansstufe 4 in insgesamt 2.263 Lerngruppen von 491 Mentorinnen und Mentoren begleitet. Aktuell nehmen, fokussiert auf Standorte mit geringem Sozialindex 1-3, 1.093 Schülerinnen und Schüler in insgesamt 229 Lerngruppen an 70 Schulen teil, davon an 62 Grundschulen und acht Regionalen Bildungsund Beratungszentren (ReBBZ), betreut durch 179 Mentorinnen und Mentoren.

Das Programm wurde bis Sommer 2023 durch Mittel des Bundesprogramms „Aufholen nach Corona“ finanziert, seit diesem Schuljahr übernimmt die Schulbehörde die Finanzierung des Programms.

IGEL-Plattform mit Unterrichtsmaterialen für die Lernförderung

Die neue Plattform IGEL („IGEL – das Hamburger Portal für individuelle gezielte Lernförderung“) wurde vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung für alle in Lernfördermaßnahmen tätigen Akteurinnen und Akteure entwickelt, um diese mit Informationen, Hinweisen und Unterrichtsmaterialien auszustatten. IGEL enthält unter anderem umfassende Datenbanken mit qualitätsgeprüften Unterrichtsmaterialien für die Fächer Deutsch, Deutsch als Zweitsprache und Mathematik sowie für die Förderung der überfachlichen Kompetenzen. Die Materialien können in allen Formen der Lernförderung eingesetzt werden und richten sich derzeit an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 10. Materialien für die gezielte Vorbereitung auf die Schulabschlüsse ESA und MSA sind ebenfalls enthalten.

Um Förderlehrkräften die Suche nach geeignetem Material zu erleichtern, wurden für IGEL eigene Such-/Filtermaschinen programmiert. Neben der gezielten Recherche von Unterrichtsmaterialien kann IGEL von Förderlehrkräften und Honorarkräften genutzt werden, um sich z.B. anhand von kurzen Videos zu Fragen aus dem Bereich der „individuellen Förderung“ fortzubilden.

 IGEL ist unter dieser URL erreichbar.
Alle Interessierten können sich als Gast in das Portal einloggen.

Die Studie „Aufholen nach Corona? Maßnahmen der Länder im Kontext des Aktionsprogramms von Bund und Ländern“ des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB), hatte die Hamburger Corona-Aufholmaßnahmen bereits ausdrücklich gelobt, weil sie auf bereits vorhandenen Förderstrukturen und Erkenntnissen beruhen: „Individuelle Förderung zum Abbau von Lernrückständen gelingt daher am ehesten dort, wo bereits Strukturen bestehen, in die sich entsprechende Maßnahmen einfügen lassen. Hier ist gerade Hamburg mit der im Schulgesetz verankerten Lernförderung und den ausgebauten Ganztagsschulstrukturen ein sehr gutes Beispiel.“

Link zur Studie
(ab Seite 115)


Rückfragen der Medien:

ZEIT STIFTUNG BUCERIUS
Jessica Staschen
Leiterin Kommunikation
040 41336871 
staschen@zeit-stiftung.de

Behörde für Schule und Berufsbildung
Peter Albrecht
Pressesprecher
040 428 63 2003
peter.albrecht@bsb.hamburg.de
www.hamburg.de/bsb


Hamburg, 26. Oktober 2023
Bedrohung von Wissenschaft und Forschenden weltweit – Neue Wissenschaftsreihe der ZEIT-Stiftung und der VolkswagenStiftung mit internationalen Expert:innen zum besseren Schutz gestartet

Über 390 Angriffe auf Wissenschaftler:innen allein 2022 verzeichnet die internationale Organisation „scholars at risk“ in ihrem jährlichen Bericht. Laut einer im Herbst 2021 veröffentlichten Umfrage des Magazins „Nature“ berichtet ein knappes Viertel der dort befragten Forschenden von Drohungen mit körperlicher und sexueller Gewalt. Die Dunkelziffer dürfte sehr viel höher sein. Dazu kommen „hate speech“ in den Sozialen Medien, manchmal gar öffentliche Diffamierung, aber auch institutionelle Repressionen etwa durch autoritäre Regime weltweit. Wissenschaftler:innen erleben hier juristische Verfolgung oder den Entzug akademischer Positionen bis zu politischer Einflussnahme auf Themen in Forschung und Lehre. Ebenso haben auch stark durch Wettbewerb geprägte Arbeitsbedingungen oder strukturelle Abhängigkeiten negativen Einfluss auf die Wissenschaftsfreiheit.
Was können wir tun, um Forscher:innen ebenso wie die Freiheit der Wissenschaft weltweit besser zu schützen? Wie arbeiten Exil-Wissenschaftler:innen, die aus ihren Ländern zum Beispiel nach Deutschland flüchten mussten?

Kick-Off der neuen Formatreihe zur Freiheit der Wissenschaft mit Erfahrungsberichten aus der Ukraine und der Türkei

Damit beschäftigt sich die neue internationale Diskussionsreihe „Protecting Academic Freedom“ der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der VolkswagenStiftung in Kooperation mit der Staatsbibliothek zu Berlin und dem Tagesspiegel. Zum Auftakt am Mittwoch, 18. Oktober 2023, diskutierten auf dem Podium in der Staatsbibliothek in Berlin die ukrainische Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Viktoria Sereda vom Virtual Ukraine Institute for Advanced Study, die mittlerweile aus Deutschland arbeitet, und die Historikerin Prof. Dr. Nazan Maksudyan vom Centre Marc Bloch in Berlin, die die Türkei verlassen hat, weil sie dort ihre Forschung nicht frei durchführen konnte.

Professorin Sereda betonte zur Situation in der Ukraine, dass dort im Vergleich zu autoritären Regimes die Wissenschaftsfreiheit nicht grundsätzlich infrage gestellt sei. Jedoch „sind bestimmte Informationen aufgrund des Krieges nicht vorhanden oder dürfen nicht verbreitet werden. Der Raum für Forschung und Diskussion ist also begrenzt.“ „Die Ukraine ist daran interessiert, das Netzwerk von wissenschaftlichen Einrichtungen in ihrem Land aufrecht zu erhalten, um langfristig eine Resilienz zu bilden und ‚Brain Drain‘ zu vermeiden. Das bedeutet aber auch, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Teil ihr Leben riskieren und unter sehr schwierigen Bedingungen arbeiten.“

Professorin Maksudyan berichtete aus der Türkei: „Auf jeden Fall verschlechtern sich die Bedingungen und die [türkische] Regierung hat es geschafft, viele kritische Stimmen zu beseitigen. Die kritische Theorie wird nicht mehr unterstützt und gelehrt in den türkischen Universitäten, sodass Studierende in einem System ausgebildet werden, in dem es nicht möglich ist, etwas infrage zu stellen und das Lernen vor allem aus dem Auswendiglernen besteht.“

Beide betonten auch: Bei den Wissenschaftler:innen, die im Exil sind, müsse man darauf achten, dass ihr Wissen nicht als ein „Wissen aus der Peripherie“ angesehen und nicht als dem „westlichen Wissen“ unterlegen betrachtet werde. Schon das Label „Exil-Wissenschaftler:in“ zementiere Machtstrukturen. „Wir müssen aufpassen, dass sie nicht isoliert werden – zum Beispiel durch getrennte Orte, Büros, Projekte“, warnte Prof. Dr. Viktoria Sereda.

In dem Gespräch, moderiert von Anja Wehler-Schöck, Ressortleiterin Internationale Politik beim Tagesspiegel, ging es um verschiedene Formen der Einschränkungen akademischer Freiheit, die Situation von Kolleg:innen in autoritär regierten Ländern sowie in Kriegs- und Krisengebieten wie der Ukraine, aber auch um die persönliche Situation von Wissenschaftler:innen im deutschen Exil.

Podiumsdiskussion und Lounge-Gespräche / Ansprechpartner für Betroffene

Nach der Podiumsdiskussion gab es bei einem Lounge-Gespräch die Möglichkeit für alle Interessierten wie Betroffenen, mit den Panelist:innen und weiteren Expert:innen vor Ort auch persönlich zu sprechen. Diese zusätzlichen Gesprächspartner:innen vertraten Einrichtungen und Initiativen, die bedrohte oder exilierte Wissenschaftler:innen unterstützen:

  • Irene Bollien, Leiterin des Bereichs „Russland“ des „Science at Risk Emergency Office“ beim Akademischen Netzwerk Osteuropa e.V., Berlin; sie unterstützt    russische Wissenschaftler:innen.
  • Dr. Tuba İnal-Çekiç Fellow am Center for Comparative Research on Democracy (CCRD) an der Humboldt-Universität zu Berlin und Mitgründerin der Off-University: Organisation für den Frieden e.V., die sich für Forschende und Studierende weltweit einsetzt, die mit autoritären Regimen konfrontiert sind.
  • Dr. Oksana Zaporozhets, Senior-Researcher am Georg-Simmel Center for Metropolitan Studies und Mitglied der Off-University.
  • Christina Rogers, Programmleiterin von „Academics in Solidarity“ (AiS) an der Freien Universität Berlin; das Mentoring-Programm richtet sich insbesondere an Geflüchtete und Forschende in Gefahr.

Follow-Up und Format

Ein erstes Folgeformat der neuen Reihe ist für den 24. Januar 2024 geplant und steht unter dem Titel „Academia and Democracy – Why is freedom of inquiry essential for a democratic political culture?“ Die neue auf Publikumsteilhabe ausgerichtete Veranstaltungsreihe „Freiheit in der Wissenschaft schützen / Protecting Academic Freedom“ der ZEIT-Stiftung und der VolkswagenStiftung setzt sich in internationaler Perspektive mit Formen der Bedrohung von Wissenschaftler:innen und den Möglichkeiten ihres Schutzes auseinander. Die Veranstaltungen richten sich ebenso an die interessierte Öffentlichkeit wie an Studierende und Mitarbeitende der Berliner Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen sowie an Mitglieder von Initiativen und Netzwerken zum Schutz von Wissenschaftler:innen.

Hamburg, 26. September 2023
Erfolgreiches Mentoring-Programm WEICHENSTELLUNG richtet sich neu aus
 

Das von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius 2013 initiierte Mentoring-Programm WEICHENSTELLUNG geht in Hamburg in eine neue Runde – und zwar gleich doppelt: sowohl zum Start des neuen Jahrgangs beim Auftakt mit Hamburger Viertklässler:innen als auch ab kommendem Jahr in seiner Neuausrichtung.

Ab 2024 richtet die ZEIT-Stiftung mit einem neuen WEICHENSTELLUNG-Programm ihren Fokus auf frühe Sprachförderung und den Übergang von der Kita in die Grundschule – und löst damit das Viertklässler-Programm ab. Die Behörde für Schule und Berufsbildung der Stadt Hamburg setzt die Idee der gezielten Förderung von Schüler:innen der vierten Klasse im Rahmen des „Anschluss“-Programms fort, für das die Stiftungs-Initiative Modell war. Zunächst sollten mit „Anschluss“ durch die Corona-Pandemie entstandene schulische Rückstände bei Viertklässler:innen aufgeholt werden, nun wird das Programm in Hamburg verstetigt. Das erklärten Staatsrat Rainer Schulz, Behörde für Schule und Berufsbildung, und die Projektverantwortliche Dr. Tatiana Matthiesen, Gesamtkoordinatorin und Bereichsleiterin Bildung und Erziehung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, bei der Auftaktveranstaltung für den 11. Jahrgang von WEICHENSTELLUNG für Viertklässler am Dienstag, 26. September 2023, im Historischen Speicherboden in Hamburg.

Bildungs-Staatsrat Rainer Schulz: „WEICHENSTELLUNG der ZEIT-Stiftung war Vorbild für das Corona-Aufholprogramm “Anschluss” zur Förderung von Schülerinnen und Schülern im Übergang von Klasse 4 auf Klasse 5, also von der Grundschule auf Stadtteilschule oder Gymnasium. Mentorinnen und Mentoren, viele ursprünglich von der ZEIT-Stiftung akquiriert, haben hier nachgewiesenermaßen sehr erfolgreich gearbeitet und tun es weiterhin. Das Programm ist inzwischen sehr positiv wissenschaftlich evaluiert worden und wird seitens der Schulbehörde insbesondere an den Schulen in herausfordernden sozialen Lagen weitergeführt, auch nach Corona. Das freut uns sehr.“

Dr. Tatiana Matthiesen, Projektverantwortliche bei der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius: „Wir als ZEIT-Stiftung wollen unser Hamburger WEICHENSTELLUNG-Programm neu ausrichten und die Weichen künftig noch früher stellen. Wir freuen uns, dass die gezielte Förderung für Viertklässler:innen in Hamburg durch die Behörde für Schule und Berufsbildung fortgesetzt wird. Der Entschluss markiert den Beginn einer neuen Reise unseres Engagements für Kinder. Dass das Viertklässler-Programms in den vergangenen zehn Jahren in der Hansestadt so erfolgreich war, verdanken wir unseren engagierten Förderpartner:innen, Partnerschulen und Mitstreiter:innen. Wir freuen uns, dass WEICHENSTELLUNG für Viertklässler in Köln, Duisburg, Essen und Weingarten auch weiterhin umgesetzt wird.“

Zehn Jahre WEICHENSTELLUNG für Viertklässler in Hamburg: Rund 500 Kinder konnten bereits profitieren

Rund 500 Kinder – begleitet von mehr als 200 Mentor:innen – konnten in Hamburg in den vergangenen zehn Jahren bereits von der Förderung für Viertklässler:innen profitieren. Die Schüler:innen erhalten für einen wichtigen Abschnitt ihres Bildungswegs individuelle Begleitung und gezielte Förderung – besonders im Übergang von der Grundschule auf das Gymnasium (oder eine andere weiterführende Schule). Auch die Lehramtsstudierenden als Mentor:innen profitieren von der Praxiserfahrung und lernen für ihren zukünftigen Beruf. So stellt das Projekt gleich mehrere Weichen für die Zukunft.

Thalissa Quirling, Mentorin: „Als zukünftige Grundschullehrerin ist es mir wichtig, den zum Teil heraufordernden Übergang von der vierten zur fünften Klasse besser zu verstehen, um meine späteren Schülerinnen und Schüler darauf vorbereiten zu können. Meine Tätigkeit als Mentorin bei WEICHENSTELLUNG hilft mir dabei sehr.”

11. Jahrgang von Viertklässler:innen in Hamburg gestartet

47 Viertklässler:innen und 16 Mentor:innen freuten sich bei der Auftaktveranstaltung für den 11. Jahrgangs des Programms am Dienstag, 26. September 2023, im Historischen Speicherboden in Hamburg auf ihre „gemeinsame Reise“ in den nächsten drei Jahren. Begrüßt wurden sie dabei von Staatsrat Rainer Schulz, der bekannten Kinder- und Jugendbuchautorin Dr. Kirsten Boie und dem Pädagogischen Leiter des Programms Professor Dr. Thomas Trautmann, Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg – sowie Dr. Tatiana Matthiesen für die ZEIT-Stiftung. Nach der Übergabe der Aufnahmeurkunden durften die neuen Mentees gemeinsam mit ihren Familien und Mentor:innen das Miniatur Wunderland erkunden.

Gemeinsam Weichen für die Zukunft stellen

Um mehr Kindern und Jugendlichen bessere Bildungschancen zu ermöglichen, startete die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius 2013 das Mentoring-Programm WEICHENSTELLUNG. Seit dem begleiteten deutschlandweit rund 1.400 Studierende mehr als 4.200 Kinder und Jugendliche an über 320 Partnerschulen auf ihrem persönlichen Weg und halfen ihnen, wichtige Übergänge gut zu meisten – sei es von der Grundschule auf das Gymnasium, von der Internationalen Vorbereitungsklasse in die Regelklasse oder von der Schule in die Ausbildung. Dank starker Kooperations- und Förderpartner:innen konnte das Mentoring-Programm neben Hamburg auch in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen etabliert werden.
Weitere Informationen zum Programm WEICHENSTELLUNG unter: www.weichenstellung.info

Pressekontakt:
ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
Dorit Schartau, Kommunikation
Tel.: 040 41336870
E-Mail: schartau@zeit-stiftung.de

Hamburg, 14. September 2023
Free Media Awards 2023 an Journalist:innen und Medien aus der Ukraine, Russland, Georgien und Belarus verliehen

Gedenken bei der bewegenden Preisverleihung auch an Journalist:innen, Fotograf:innen und Medienschaffende, die in Ausübung ihrer Tätigkeit ums Leben gekommen sind.

Fünf Ausnahme-Journalist:innen und Redaktionen aus der Ukraine, Russland, Georgien und Belarus sind am Donnerstag, 14. September 2023, für ihre mutige Arbeit mit den „Free Media Awards“ in Hamburg ausgezeichnet worden. 

Fünf Ausnahme-Journalist:innen und Redaktionen aus der Ukraine, Russland, Georgien und Belarus sind am Donnerstag, 14. September 2023, für ihre mutige Arbeit mit den „Free Media Awards“ in Hamburg ausgezeichnet worden. Um ein Zeichen gegen die Bedrohung der Pressefreiheit und wachsenden Repressionen gegenüber osteuropäischen Journalist:innen zu setzen, vergibt die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius gemeinsam mit der norwegischen Stiftung Fritt Ord jährlich die Free Media Awards an herausragende Medienschaffende, die unter schwierigen, teilweise lebensbedrohlichen Bedingungen für unabhängige Berichterstattung und Pressefreiheit kämpfen. Die Medienschaffenden wurden von einer fünfköpfigen internationalen Jury ausgewählt.

Die diesjährigen Preisträger:innen der Free Media Awards 2023 sind:

- Sevgil Musaieva, ukrainische Journalistin und Chefredakteurin der Ukrainska Pravda (Ukraine): Sie wird für ihre mutige Arbeit, kritischen und investigativen Journalismus auf höchstem Niveau und insbesondere die Berichterstattung rund um den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine geehrt.

- Yuriy Nikolov, investigativer Journalist und Mitbegründer des Projekts Nashi Hroshi (Ukraine): Er erhält den Free Media Award für seine Recherchen und die Aufdeckung eines der größten Korruptionsskandale in der Ukraine.

- die Redaktion von OC Media (Georgien): die unabhängige Online-Plattform mit Sitz in Tiflis bietet als eines der wenigen Medien kritische und unabhängige Berichterstattung für die gesamte Kaukasusregion sowie über die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine auf die Kaukasusregion. Das Team von OC Media wird für seine Arbeit, insbesondere dafür ausgezeichnet, auch sensiblen Themen wie der Bedrohung von LGBTI-Personen und häuslicher Gewalt Raum und eine Plattform zu geben.

- die Redaktion von Reform.by (Belarus): das Online-Projekt wird für seine Berichterstattung über Belarus und die mutige Arbeit unter schwierigsten Bedingungen geehrt. 2021 wurde Reform.by von der Regierung blockiert, die Redaktion war gezwungen das Land zu verlassen und arbeitet aus dem Exil weiter.

- Vazhnye Istorii oder Istories (Russland): die unabhängige, investigative Nachrichten-Plattform erhält die Auszeichnung für ihre Berichterstattung über russische Kriegsverbrechen in der Ukraine. Istories wurde von der russischen Regierung als „ausländischer Agent“ eingestuft, die Redaktion arbeitet heute aus dem Exil. 2020 von Roman Arnin gegründet, früherer Reporter der russischen Zeitung „Novaya Gazeta“ von Friedensnobelpreisträger Dmitry Muratov.

Mehr zu den Preisträger:innen finden Sie hier

Die Preisträger:innen erhielten ihre Auszeichnungen bei einer bewegenden Verleihungszeremonie im Bucerius Kunst Forum in Hamburg. Nach Begrüßungsreden durch die Vorstandvorsitzenden der beiden ausrichtenden Stiftungen, ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und Stiftelsen Fritt Ord, hielten drei der Mitglieder der internationalen Jury die Laudationes auf die Gewinner:innen: Ane Tusvik Bonde von der Human Rights House Foundation in Oslo, Martin Paulsen, Leiter des Fachbereichs Fremdsprachen an der Universität Bergen, und Silvia Stöber, Reporterin und Redakteurin der ARD-Tagesschau.

Professor Manuel J. Hartung, Vorstandsvorsitzender der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius dankte den Preisträger:innen für ihre Arbeit: „Mit Ihrer Arbeit machen Sie die Realitäten in Europa für alle sichtbar, auch den Krieg und die Gräuel. Sie sind die Menschen, die sagen: Glaubt es! Häufig gegen große Widerstände kämpfen Sie für die Wahrheit und die Freiheit für die Wahrheit. Mit den Free Media Awards möchten wir Journalist:innen anerkennen und wertschätzen, die sich unermüdlich für die Informationsfreiheit einsetzen. Demokratie lebt von der Wahrheit – und von dem unabhängigen Journalismus, der von ihr berichtet. Freier Journalismus ist ein essentieller Pfeiler der Demokratie.”

Knut Olav Åmås, Vorstandsvorsitzender der Stiftelsen Fritt Ord: „Russlands Krieg gegen die Ukraine ist auch ein Informationskrieg, in dem Demokratien auf die Methoden und Lügen eines autoritären Regimes treffen. Die Free Media Awards 2023 feiern den Traum von Freiheit und den Kampf für Gerechtigkeit durch mutigen, unabhängigen und faktenbasierten Journalismus. Danke, dass Sie das möglich gemacht haben."

Die Veranstaltung wurde moderiert von der Autorin und Journalistin Deborah Steinborn. Eine besondere Erwähnung fanden auch die Journalist:innen, Fotograf:innen und Medienschaffenden, die in Ausübung ihrer Tätigkeit ums Leben gekommen sind.

Die Free Media Awards werden seit 2016 jährlich von der norwegischen Stiftelsen Fritt Ord zusammen mit der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius vergeben. Mit den Preisen wollen die beiden Stiftungen die unabhängige Berichterstattung in Osteuropa stärken und Journalist:innen und Redakteur:innen ermutigen, ihre Arbeit trotz Bedrohung und gewaltsamer Unterdrückung fortzusetzen. Die Preisverleihung findet abwechselnd in Hamburg und in Oslo statt.

Die Verleihung der Free Media Awards ist Teil der 1. Hamburger Woche der Pressefreiheit, initiiert von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Körber-Stiftung.
Weitere Informationen unter www.pressefreiheit.hamburg

Pressekontakt:

ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
Dorit Schartau
Kommunikation
Feldbrunnenstraße 56
20148 Hamburg
Tel.: 040 41336870
schartau@zeit-stiftung.de

Hamburg, 05. September 2023
Freiheit für die Wahrheit: Friedensnobelpreisträger Dmitry Muratov zur 1. Hamburger Woche der Pressefreiheit am 11. September 2023 erwartet
Breite Allianz von 20 Partner:innen aus Medien, Stiftungen und Organisationen kämpft gemeinsam für Pressefreiheit
Unter dem Motto „Freiheit für die Wahrheit“ findet vom 11. bis 16. September 2023 die 1. Hamburger Woche der Pressefreiheit mit internationalen Gästen und einem vielfältigen Programm rund um das Thema Presse- und Informationsfreiheit in Deutschland und weltweit statt. Neben einer Vielzahl internationaler Reporter:innen und Expert:innen etwa aus der Ukraine oder Afghanistan ist unter anderem die Teilnahme des Friedensnobelpreisträgers und russischen Journalisten Dmitry Muratov in Hamburg vorgesehen.

Unter dem Motto „Freiheit für die Wahrheit“ findet vom 11. bis 16. September 2023 die 1. Hamburger Woche der Pressefreiheit mit internationalen Gästen und einem vielfältigen Programm rund um das Thema Presse- und Informationsfreiheit in Deutschland und weltweit statt. Neben einer Vielzahl internationaler Reporter:innen und Expert:innen etwa aus der Ukraine oder Afghanistan ist unter anderem die Teilnahme des Friedensnobelpreisträgers und russischen Journalisten Dmitry Muratov in Hamburg vorgesehen. Er will über die Lage in Russland sowie über seinen Kampf für freie Berichterstattung sprechen. Die aktuellen Entwicklungen um ihn sind ein weiterer Beleg für die Bedrohung von Pressefreiheit weltweit und für die berechtigte Sorge um Leib und Leben von Journalist:innen, sie zeigen einmal mehr die Brisanz und Wichtigkeit des Themas. Die Aktionswoche, initiiert von der Körber-Stiftung und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, wird getragen von einem breiten Bündnis von über 20 Partner:innen aus Medien, Organisationen, Institutionen und Stiftungen, wie dem NDR, Ströer oder der Behörde für Kultur und Medien, die sich gemeinsam für die Verteidigung der Pressefreiheit einsetzen.

Friedensnobelpreisträger Muratov zu Gast in Hamburg

Dmitry Muratov ist Gründer und Chefredakteur der kremlkritischen und für Investigativ-Recherchen bekannten Zeitung „Nowaja Gazeta“. Acht Journalist:innen der Redaktion wurden laut Medienberichten seit Mai 2000 schwer verletzt oder getötet. Auch Dmitry Muratov lebt unter Bedrohungen, im April 2022 wurde er Opfer eines Farbanschlags, gerade aktuell steht er unter besonderer Beobachtung. 2021 erhielt Muratov den Friedensnobelpreis für seine „Bemühungen um die Wahrung der Meinungsfreiheit, die eine Voraussetzung für Demokratie und dauerhaften Frieden ist“. Muratov widmete den Preis ermordeten russischen Journalist:innen sowie seinen lebenden Kollegen:innen bei der „Nowaja Gazeta“. Im Juni 2022 ließ er seine Friedensnobelpreismedaille zugunsten von ukrainischen Flüchtlingen für über 103 Millionen Dollar versteigern.

Starke Partner:innen und Programm der Aktionswoche

Die Aktionswoche wartet vom 11. bis 16. September 2023 mit einer Vielzahl von Veranstaltungen, hochkarätig besetzten Panels, dem Senatsempfang, der Free Media Awards Konferenz und der Verleihung der Free Media Awards 2023, dem Exile Media Forum, Ausstellungen wie dem World Press Photo, Workshops u.a. beim SPIEGEL und einer begleitenden Kampagne auf sowie einer NDR Live-Sendung moderiert von Ingo Zamperoni.

Joachim Knuth, Intendant des NDR: „Eine freie Presse ist ein Schutzschild gegen Machtmissbrauch und Korruption, sie ist ein wesentliches Fundament unserer Demokratie. Ein wertvolles Gut, das jeden Tag aufs Neue verteidigt werden muss. Die Freiheit der Presse bildet die Grundlage für kritischen Journalismus, der auf Fakten basiert – der hinterfragt, verifiziert und einordnet. In Zeiten von Filterblasen und Desinformation ist dies unverzichtbar für die freie Meinungs- und Willensbildung in unserer Gesellschaft. Die 1. Hamburger Woche der Pressefreiheit rückt dieses wichtige Thema in den Fokus der Menschen in Norddeutschland.“

Mehr als 20 starke Partner:innen unterstützen die Aktionswoche und tragen dazu bei, in der Hamburger Stadtgesellschaft – und darüber hinaus – das Bewusstsein für die Bedeutung von freier Berichterstattung und Meinungsfreiheit für unsere Demokratie sowie für unsere freie liberale Gesellschaft zu stärken. Dazu gehören neben den beiden Initiator:innen Körber-Stiftung und ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius das Altonaer Museum, die Bücherhallen Hamburg, Der SPIEGEL, Die ZEIT, die Kooperation FAMM / Tide, die Behörde für Kultur und Medien, der Verein „Journalismus macht Schule“, die Fotoagentur laif, NDR Info, Netzwerk Recherche, der Verein „Neue Deutsche Medienmacher:innen“, das Netzwerk „Reporter:innen Forum“, Reporter Slam, die Genossenschaft „Riff Reporter“, die Rudolf Augstein-Stiftung, die Jugendredaktion „Salon 5“ und die Universitätsbibliothek Hamburg. Unterstützung erhält die Aktionswoche außerdem durch das Hamburger Abendblatt, das Leser:innen mit einer Sonderbeilage informiert, sowie durch Ströer, die die Kampagne und Themen auf bis zu 7.500 vernetzten, digitalen Flächen im gesamten Hamburger Stadtgebiet begleitend sichtbar machen.

Alexander Stotz, CEO Ströer Media Deutschland: „Die 1. Hamburger Woche der Pressefreiheit setzt ein starkes Zeichen. Für Werte. Für die Wahrheit. Für unsere Demokratie. Mit unserer vernetzten Stadtkommunikationsinfrastruktur und einem vielfältigen redaktionellen Programm ist es uns ein zentrales Anliegen, die Bürger:innen in ihren direkten Lebensumfeldern aufzuklären, zu informieren und Lösungen aufzuzeigen. Als Medium, das zunehmend digital und damit in Echtzeit agieren kann, erreichen wir alle demokratisch und ohne Einschränkung. Mit diesen Möglichkeiten sehen wir uns als Medienschaffende in der Verantwortung, durch den ersten Touchpoint einen entscheidenden Beitrag zur Pressefreiheit zu leisten. In Zeiten wie diesen, in den Herausforderungen an der Tagesordnung sind, geht es darum, mutig, beweglich und gemeinschaftlich die Selbstbestimmung und damit das Recht, auf eine freie, wahre Meinungsäußerung von allen Seiten zu stärken.“

Das ausführliche Programm und Informationen zu allen Partner:innen auf der begleitenden Homepage unter www.pressefreiheit.hamburg

Kontakt
Bei Rückfragen steht Ihnen Frau Dorit Schartau unter E-Mail: schartau@zeit-stiftung.de oder Telefon: 040/ 41336-870 sowie mobil unter 0173 2359346 gerne zur Verfügung.

Hamburg, 01. September 2023
„Stadt? Land? Zukunft!“ – wie im Zwischenraum von Metropolen und Dörfern etwas Neues entsteht

Ein neues Magazin der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius stellt Menschen und Projekte vor, die Grenzen zwischen Städten und ländlichen Räumen aufheben. Wie können neue Verbindungen unser aller Zusammenleben verbessern?

Stadt versus Land, Modernität versus Rückständigkeit, Beton versus Idylle – politische Debatten über die Lebensräume von Menschen sind oft von Klischees geprägt. Dabei haben Metropolen und ländliche Räume viel gemeinsam. Und zahlreiche Initiativen und Grenzgänger:innen zwischen den Welten arbeiten daran, die Unterschiede weiter zu verwischen. Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius veröffentlicht daher ein Magazin, das sich den Räumen zwischen Regionen widmet. Wie gelingt es, Städte und ländliche Räume besser zu verbinden? Wie können Technologien dabei helfen? Was können Politik und Verwaltung tun?

Für das Magazin „Stadt? Land? Zukunft!“ hat das Bucerius Lab, das Zukunftslabor der ZEIT-Stiftung, in Zusammenarbeit mit dem Thünen-Institut für Regionalentwicklung sowie dem Denk- und Designbüro studio amore Studien gewälzt, Menschen getroffen und Ideen gesammelt. Herausgekommen sind spannende Geschichten über den Wandel, wie und wo Menschen leben möchten. In mehreren Porträts werden Akteur:innen vorgestellt, die sich den großen Herausforderungen unserer Zeit stellen und die Räume zwischen Stadt und Land zu regelrechten „Zukunftsorten“ machen. Und auch die verständliche Aufbereitung von wissenschaftlichen Grundlagen, wie man verschiedene Lebensräume einordnen kann, kommt nicht zu kurz.

„Die Texte rund um die Zukunft unseres Zusammenlebens sollen die Leser:innen inspirieren und motivieren, selbst mit anzupacken und etwas zu bewegen“, erklärt Manuel J. Hartung, Vorstandsvorsitzender der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, das Ziel des Magazins. „Damit Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt funktionieren, dürfen Teilhabe und Wohlstand nicht stärker mit Ballungsräumen verbunden sein als mit anderen Orten, an denen Menschen leben.“

„Stadt-Land-Beziehungen sind vielfältiger als das, was wir häufig auf den ersten Blick sehen. Es gibt nicht nur Metropolen und - wahlweise idyllische oder abgehangene – Peripherie“, sagt Eleonore Harmel, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Thünen-Institut für Regionalentwicklung und Mitgründerin des studio amore. „Wenn wir beides nicht mehr als getrennte Welten betrachten, finden wir schon heute Menschen und Projekte, Dörfer, Städte und Regionen, die ganz praktisch an ihrer Zukunftsfähigkeit bauen. In unserer wissenschaftlichen Analyse zeigen wir vier Wege, wie sich die Zukunft von Städten, ländlichen Regionen und den Räumen dazwischen entwickeln könnte.“

„In unserem Magazin stellen wir engagierte Menschen mit innovativen Ideen vor – in Städten und in ländlichen Räumen“, sagt Mirjam Büttner, Leiterin des Bucerius Labs der ZEIT-Stiftung. „Und egal in welcher Region, eines konnten wir überall sehen: Es braucht Menschen, die Stadt und Land als Kontinuum denken, und Verwaltungen, die Transformation als ihre Hauptaufgabe verstehen.“

Das neue Magazin der ZEIT-Stiftung wir beim ÜBERLAND Festival vom 2. Bis 4. September 2022 in Görlitz vorgestellt. Es wird in den kommenden Wochen auch bei anderen Veranstaltungen präsentiert und diskutiert. Ein besonderes Highlight: Im Oktober liegt „Stadt? Land? Zukunft!“ zum kostenfreien Lesen in den Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn aus und lädt zum Schmökern und sich-Inspirieren-lassen ein.

Das Magazin in einer Online-Version zum Durchblättern finden Sie hier: https://read.zeit-stiftung.com/slz/

Das Magazin zum Download finden Sie hier: https://read.zeit-stiftung.com/slz/docs/Zeit_Stiftung_Zukunftsatlas.pdf

Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius fördert Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur sowie Bildung und Erziehung. Sie initiiert Debatten zu Themen, die Politik und Gesellschaft betreffen, und eröffnet Foren zur digitalen Entwicklung. In der Tradition ihrer Stifter Ebelin und Gerd Bucerius sieht sie sich als Teil und Förderer einer liberalen, weltoffenen Zivilgesellschaft, die Lösungen finden muss für die vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit.

Das Bucerius Lab der ZEIT-Stiftung beschäftigt sich mit Zukunftsthemen: Es konzentriert sich auf den digitalen Wandel, der zu einem zentralen Motor gesellschaftlicher, ökonomischer, politischer und kultureller Veränderungen geworden ist. Fragen rund um die Entwicklung von Stadt und Land im digitalen Zeitalter bilden derzeit einen Arbeitsschwerpunkt des Labs.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die ZEIT-Stiftung, Jessica Staschen, Leitung Kommunikation, Tel. 040 41336871 oder E-Mail: staschen@zeit-stiftung.de.

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