Alfred Lichtwark

Alfred Lichtwark

Der konsequente Kunsterzieher Alfred Lichtwark

Alfred Lichtwark (1852-1914), der Hamburger Müllerssohn, große Kunstpädagoge, Kulturförderer und Museumsmann, begründet eine wegweisende kunsterzieherische Tradition und gibt der Hamburger Kunsthalle seit 1886 ihr unverwechselbares Profil als Ort der Gegenwartskunst. Sein Credo: "Wir wollen nicht über die Dinge reden, sondern von den Dingen und vor den Dingen."

Rudolf Großkopff zeichnet Lichtwarks "unsystematischen Werdegang" nach. Der spätere Museumsmann promoviert in Leipzig und ist dann in Berlin journalistisch tätig, wo er die wichtigsten Maler seiner Zeit kennen lernt. Mit Beginn seiner Direktorentätigkeit an der Hamburger Kunsthalle wird sein weitgesteckter Anspruch als Kurator sichtbar. Trotz aller Widerstände - für die Zeitgenossen war sein Bekenntnis zum Impressionismus eine Provokation - öffnet er das Museum für die Gesellschaft, verankert es in der Stadt und verfolgt zudem sein fortschrittliches pädagogisches Programm. So würdigt diese Biographie die Lebensleistung des konsequenten, zukunftsweisenden Kunsterziehers Lichtwark.

Rudolf Großkopff, Hamburger Köpfe Alfred Lichtwark, Herausgegeben von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, 144 Seiten, 33 Abbildungen, Ellert & Richter Verlag, Hamburg 2002, € 14,90, ISBN 978-3-8319-0076-3.