Welche Themen interessieren Sie?

© Laura Müller/ZEIT STIFTUNG BUCERIUS
Über Workshops, Veranstaltungen und besondere Momente: Mentees berichten von ersten Monaten bei WEICHENSTELLUNG

Drei junge Menschen sitzen in einem Klassenzimmer im Louise Weiss Gymnasium in Hamburg und erzählen von ihren ersten Monaten in unserem Mentoring-Programm WEICHENSTELLUNG für Ausbildung und Beruf. Leila, Angel und Schahien sind in der 9. Klasse und seit Anfang des Jahres Teils des Programms der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS.

Neben der fachlichen Förderung und Begleitung gehören auch praxisnahe Schüler:innen-Workshops zum Projekt-Baustein für den Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf. Ziel ist es, die Alltagskompetenzen der jungen Menschen zu schärfen und sie so noch besser auf das Leben nach der Schule vorzubereiten. Leila und Angel haben ihren ersten Workshop bereits absolviert, bei Schahien stand er noch an.

Leila und Angel, erzählt doch einmal ein bisschen von dem Workshop, an dem ihr kürzlich teilgenommen habt. Worum ging es?

Angel: Es ging um das Thema Selbstvertrauen. Am Anfang mussten wir sagen, wie wir unser eigenes Selbstvertrauen einschätzen. Dafür hat Herr Trusheim, der Referent, einen Zettel in die Mitte gelegt und je näher wir uns gestellt haben, desto selbstbewusster haben wir uns eingeschätzt.

Leila: Dann haben wir verschiedene Übungen und Spiele gemacht. Dabei kannten wir, Angel und ich, die meisten nicht, das waren alles Zehntklässler. In den Übungen mussten wir lernen, in diese Personen Vertrauen aufzubauen. Dafür sollten wir zum Beispiel ein Gitter bilden: In einem Kreis waren Stühle aufgebaut, auf denen wir zunächst saßen. Dann sollten wir jeweils den Kopf bzw. Oberkörper auf die Knie der Person neben uns legen und die Stühle wurden unter uns weggenommen. Ziel dieser Übung war es zu lernen, anderen zu vertrauen – und damit dann auch selbst sicherer zu werden. Das war sehr witzig. Wir Mädchen haben über zwei Minuten geschafft!

Wie hat euch der Workshop gefallen?

Leila: Mir hat der Workshop sehr gut gefallen, ich würde ihn wieder machen. Die Atmosphäre war sehr gut, wir haben uns sehr sicher und gut aufgehoben gefühlt. Besonders gut haben mir diese ganz einfachen Tipps für den Alltag gefallen – zum Beispiel beim Sprechen die Hände einzusetzen und zu gestikulieren oder aufrecht und präsent zu stehen und zu sitzen.

Angel: Ich fand es auch sehr gut. Mir war vorher zum Beispiel nicht bewusst, wie sehr die äußeren Umstände einen selbst und das Auftreten beeinflussen, wie beispielsweise schlechtes Wetter. Und wenn man sich dessen bewusst ist, kann man damit besser umgehen. Im Workshop haben wir wirklich viele Dinge gelernt, die man direkt im Alltag umsetzen kann.

“Ich mochte das Thema [des Workshops] und habe mich dafür entschieden, um mehr Selbstvertrauen zu entwickeln. Im Alltag konnte ich auch schon etwas davon umsetzen: zum Beispiel denjenigen, mit denen ich spreche, mehr in die Augen zu schauen. Ich habe das Gefühl, die Menschen verstehen mich dann besser oder nehmen mich stärker wahr.” – Angel
“Ich bin erst vor kurzem nach Deutschland gezogen. Mit dem schulischen Stoff kam ich an sich ganz gut klar, aber mit den Fachbegriffen hatte ich meinen Schwierigkeiten, genau wie mit Fächern wie Mathe, Chemie und Physik. Daher freue ich mich, Unterstützung zu bekommen, um einen besseren Schulabschluss zu machen. ” – Leila

Warum habt ihr euch für das Thema entschieden?

Angel: Ich mochte das Thema und habe mich dafür entschieden, um mehr Selbstvertrauen zu entwickeln. Im Alltag konnte ich auch schon etwas davon umsetzen: zum Beispiel denjenigen, mit denen ich spreche, mehr in die Augen zu schauen. Ich habe das Gefühl, die Menschen verstehen mich dann besser oder nehmen mich stärker wahr.

Leila: Ich bin zwar schon recht selbstbewusst, aber fand das Workshop-Thema trotzdem sehr spannend. Denn bei mir ist das so ein Auf und Ab und ich wollte lernen, konstanter Selbstsicherheit aufzubauen.

Wie gefällt euch an sich die Idee mit den Workshops zu den Alltagskompetenzen?

Leila: Es gibt ja ganz unterschiedliche Workshops, zum Beispiel auch zu Themen wie Finanzen oder Steuern. Das sind Dinge, die man später im Leben täglich braucht und anwenden kann - so ist man durch die Workshops besser vorbereitet.

Angel: Die Workshops sind eine gute Ergänzung zur Schule. Hier lernen wir Dinge, die man tagtäglich braucht.

Schahien: Ich bin der gleichen Meinung. Am liebsten würde ich noch den Kurs zu Steuern machen.

Warum habt ihr euch entschieden, bei WEICHENSTELLUNG mitzumachen?

Schahien: Ich war vor einigen Jahren schon Mentee bei WEICHENSTELLUNG für Viertklässler und habe dort sehr viel mitgenommen. Wir hatten sehr viel Spaß, haben tolle Ausflüge gemacht, viel gelernt, waren die ganze Zeit zusammen. Und da habe ich die Chance ergriffen, noch mehr mitzunehmen und wieder dabei zu sein. Dabei finde ich vor allem die Workshops zu den Alltagskompetenzen spannend und denke, dass diese mir helfen werden. Das ist eine gute Kombination aus Unterstützung in der Schule und für das alltägliche Leben.

Leila: Ich bin erst vor kurzem nach Deutschland gezogen. Mit dem schulischen Stoff kam ich an sich ganz gut klar, aber mit den Fachbegriffen hatte ich meinen Schwierigkeiten, genau wie mit Fächern wie Mathe, Chemie und Physik. Daher freue ich mich, Unterstützung zu bekommen, um einen besseren Schulabschluss zu machen. Daneben haben mich vor allem die Ausflüge und auch die Workshops angesprochen.

Angel: Als die Möglichkeit kam, habe ich sie ergriffen – und bisher gefällt es mir sehr gut.

“Unsere Mentorin fragt uns auch immer als erstes, wie es uns geht, ob uns etwas beschäftigt – sie ist an uns interessiert. Und auch die Ausflüge helfen dabei, eine persönliche Verbindung in der Gruppe aufzubauen” – Schahien

Was gefällt euch besonders gut bei WEICHENSTELLUNG?

Angel: Die Förderung hat mir bereits sehr in der Schule geholfen. Auch die Gruppenarbeit und die gegenseitige Unterstützung mag ich gern. Und neben der Unterstützung in der Schule gefallen mir die Ausflüge sehr gut. Die machen wir manchmal auch mit anderen Gruppen zusammen, das macht sehr viel Spaß.

Leila: Wir haben zudem einen engen Kontakt zu unserer Mentorin, sie ist viel mehr als eine Nachhilfelehrerin. Ich wüsste, hätte ich irgendein Problem, egal ob es in der Schule ist oder privat, ich könnte zu ihr gehen und sie würde mich unterstützen. Meine Mentorin ist eine Vertrauensperson für mich.

Schahien: Unsere Mentorin fragt uns auch immer als erstes, wie es uns geht, ob uns etwas beschäftigt – sie ist an uns interessiert. Und auch die Ausflüge helfen dabei, eine persönliche Verbindung in der Gruppe aufzubauen. Richtig toll war die Auftaktveranstaltung im Delphi Showpalast. Dort mussten wir ein Passwort nennen und betraten dann durch einen Kühlschrank die Räume. Dann gab es verschiedene Stationen, bei denen man mitmachen konnte.

Angel: Das war sehr cool. Es war ein bisschen wie eine Disko da drin, es gab Getränke, man konnte Karaoke machen, TikTok Videos drehen und noch einiges mehr. Ich hoffe, es gibt noch einmal so eine Veranstaltung für alle.

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