Rolf Liebermann

Rolf Liebermann


Rolf Liebermann – „ein Glücksfall für das Opernleben Hamburgs"

Rolf Liebermann (1910-1999) hat nicht nur die Hamburgische Staatsoper und das kulturelle Leben der Hansestadt geprägt, sondern weit darüber hinaus gewirkt. Zu Beginn seiner Hamburger Zeit leitet er die Hauptabteilung Musik beim Norddeutschen Rundfunk, es folgen viele Jahre an der Hamburgischen Staatsoper. Liebermanns Einstellungsgespräch dauert nur wenige Minuten, hatte er doch auf die Frage nach seinen Konzeptionen geantwortet: "Es kann doch nur die Praxis etwas zeigen." Hemmschwellen vor der Avantgarde abzubauen und der Oper beispielsweise mit günstigen Tarifen für Studenten und Jugendlichen ein neues, junges Publikum zu erschließen - beides hat Liebermann in Hamburg erfolgreich praktiziert. Die "Ära Liebermann" währt schließlich von 1959 bis 1973. Dass der Intendant nach sieben Jahren als künstlerischer Direktor der Grand Opéra in Paris 1985 erneut an die Hamburger Oper zurückkehrt, zeigt Liebermanns Verbundenheit mit der Hansestadt.

"Kompakt und gut recherchiert" nennt DIE WELT Gisa Aurbeks Liebermann-Biographie. "Mit anschaulichen Anekdoten, Berichten von Zeitzeugen und viel Faktenwissen zeichnet Aurbek ein konzentriertes und lesenswertes Porträt, ohne den charismatischen Opernmann zu verklären."

Gisa Aurbek, Hamburger Köpfe Rolf Liebermann, Herausgegeben von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, 137 Seiten, 36 Abbildungen, Ellert & Richter Verlag, Hamburg 2001, € 14,90, ISBN 978-3-8319-0006-0.