Arbeit unter Digitalisierungsdruck. Bucerius Lab Symposium fragt: Schafft der Mensch den Menschen ab?

Das Bucerius Lab Symposium am 13. und 14. April 2018 in Hamburg thematisiert die radikalen Umbrüche in der Arbeitswelt, den disruptiven Wandel von Berufsbildern und Produktionsweisen durch die Digitalisierung. Wird der Mensch im Wettlauf mit KI-Technologien bestehen und wie gestaltet er diesen Prozess?

Am 13. April 2018 um 10 Uhr begrüßt Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, die rd. 400 Teilnehmer des Symposiums im Museum der Arbeit, Wiesendamm 3 in Hamburg.
Die Historikerin Martina Heßler – „Wer arbeitet in Zukunft? Menschen, Maschinen oder Menschenmaschinen?“ und der Arbeitsmarktexperte Ulrich Walwei – „Welche Jobs sind automatisierbar – und wie viele?“ – sprechen zur Eröffnung. Weitere Gäste sind u.a. der Journalist Wolf Lotter, der Futurist Gerd Leonhard, der Verlagsmanager Christoph Keese, der Robotik-Experte Jochen Steil, der Soziologe Harald Welzer, der Autor Steven Hill, die Gesamt- und Konzernbetriebsrätin Constanze Kurz und der Umweltökonom Niko Paech.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, unterstreicht: „Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüche durch die Digitalisierung sind enorm. Wir haben daher allen Grund, den digitalen Wandel zuversichtlich und kreativ anzugehen. Richtig gestaltet, kann die Digitalisierung Teilhabe erhöhen und individuelle Chancenräume erweitern. Insbesondere in der Arbeitswelt verändert sich durch die neuen technologischen Möglichkeiten vieles und wir sind gut beraten, diese Veränderungen nicht nur zu reflektieren, sondern sie pragmatisch anzugehen. Wer morgen den digitalen Fortschritt leben will, der muss heute dafür die Grundlagen schaffen – in der Bildung und Ausbildung genauso wie in den rechtlichen und kulturellen Rahmenbedingungen.“

Daniel Opper, Projektleiter des Bucerius Lab der ZEIT-Stiftung, sagt: „‘Schafft der Mensch den Menschen ab?‘ Unser Bucerius Lab Symposium diskutiert die Umwälzung von Berufsbildern und Arbeitsweisen durch die Digitalisierung. Die massiven Veränderungen setzen ganz unterschiedliche Positionen frei: Arbeit unter dem Druck der Digitalisierung macht Mut für neue Szenarien und Wirtschaftsmodelle, erzeugt aber auch Angst und beunruhigt. Was machen Menschen, wenn selbstlernende Maschinen in nicht allzu ferner Zukunft tatsächlich können, was sie in den meisten heutigen Berufsbildern tun? Diese Fragen zielen auf den Kern unseres Selbstbildes und unseres Gesellschaftsverständnisses. Wir bieten Experten ein Forum, die Umbrüche in der Arbeitswelt sowie die damit einhergehenden aktuellen und zukünftigen Herausforderungen vorzustellen.“

Das Bucerius Lab Symposium 2018 der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius findet mit und im Museum der Arbeit in Hamburg statt, veranstaltet zum Wissenschaftsjahr 2018 – „Arbeitswelten der Zukunft“ gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog.

Der Eintritt ist frei. Eine Literaturlesung (Jonas Lüscher „Kraft“), ein Poetry Slam, ein KI-uiz („Das robotronische Pubquiz für Menschen und Maschinen“), zwei Filmvorführungen („Ex Machina“, Ghost in the Shell) sowie Exponate und Virtual Reality-Experiences gehören zum Programm. Es ist herunterladbar unter www.buceriuslab.de/symposium2018/symposium-2018-programm/

Die Experten stehen für Interviews zur Verfügung. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Frauke Hamann, Bereichsleiterin Kommunikation, Tel. 040 41336871 oder 0173 6231953, E-Mail: hamann@zeit-stiftung.de

Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius unterstützt die Entwicklung der Zivilgesellschaft. Die unabhängige gemeinnützige Stiftung will Wissen fördern, Kultur bereichern und Kompetenzen stärken. Ihre Förderaktivitäten richten sich auf Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung, Politik und Gesellschaft sowie das Bucerius Lab. Flaggschiffe ihres Engagements sind die im Jahr 2000 gegründete Bucerius Law School in Hamburg sowie das 2002 etablierte Bucerius Kunst Forum.