Hamburg, 27. August 2026
4. Hamburger Woche der Pressefreiheit – Programm jetzt online
Freie Medien und eine unabhängige Berichterstattung sind ein wesentlicher Grundpfeiler einer funktionierenden Demokratie. Nur wenn Medien frei berichten und unterschiedliche Perspektiven abbilden, können die Menschen sich umfassend informieren. Doch Pressefreiheit und Medienvielfalt sind weltweit bedroht – auch in Deutschland. Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten nehmen zu und erschweren die Arbeit unabhängiger Medien. Zudem erschüttert die gezielte Verbreitung von Desinformation und KI-generierten Falschinformationen das Vertrauen der Menschen in Presseberichterstattung.
Die
Hamburger Woche der Pressefreiheit setzt dem etwas entgegen, indem sie Einblicke in das journalistische Handwerk bietet, Bürgerinnen und Bürger mit Medienschaffenden in den Austausch bringt, über Desinformation aufklärt und Medienkompetenz stärkt. Die von der Körber-Stiftung und der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS 2023 initiierte Aktionswoche findet vom 11. bis 17. Oktober bereits zum vierten Mal statt. Rund 50 Partner – darunter der Norddeutsche Rundfunk (NDR Info) und Ströer als Gründungspartner – beteiligen sich an der Aktionswoche, die an vielen Orten in Hamburg sowie in der Metropolregion ein kostenloses Programm für alle Altersgruppen anbietet.
Das gesamte Programm der Hamburger Woche der Pressefreiheit finden Sie ab sofort online unter
www.pressefreiheit.hamburg/programmProf. Manuel Hartung, Vorstandsvorsitzender der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS: „Pressefreiheit und Medienberichterstattung geraten zunehmend unter Druck. Als ZEIT STIFTUNG BUCERIUS setzen wir uns seit Jahrzehnten für die Pressefreiheit ein und wollen mit der Hamburger Woche der Pressefreiheit ein starkes Zeichen für die Bedeutung unabhängiger Berichterstattung für eine wehrhafte Demokratie setzen. Ich freue mich sehr, dass die Aktionswoche nun bereits in die vierte Ausgabe geht und mittlerweile rund 50 Partner mit an Bord sind. Damit sendet Hamburg ein klares Signal für die freie und unabhängige Presse.“
Eva Nemela, Vorständin der Körber-Stiftung: „Wir Menschen brauchen verlässliche Informationen, um eine gemeinsame Gesprächsgrundlage zu haben. Eine unabhängige Berichterstattung schafft die Voraussetzung für unabhängigen Journalismus und vertrauenswürdige Nachrichten. Pressefreiheit ist ein hohes demokratisches Gut, das wir schützen müssen. Die Hamburger Woche der Pressefreiheit versammelt spannende Angebote, die dazu einladen, den Wert der Pressefreiheit für unsere Demokratie zu würdigen, den Journalismus als Handwerk kennenzulernen und die eigene Medienkompetenz zu stärken.“
Einwöchiges Programm mit über 80 VeranstaltungenLos geht es zum Auftakt der Aktionswoche am 11. Oktober mit einer prominent besetzten Live-Sendung beim Norddeutschen Rundfunk (NDR), moderiert von tagesthemen-Moderator
Ingo Zamperoni. Unter den Gästen sind u. a. Wikipedia-Gründer
Jimmy Wales, die Desinformationsexpertin
Christina Elmer und die Journalistin
Victoria Reichelt. Am 12. Oktober lädt Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, Jugendliche ein, sich bei einem Senatsempfang im Hamburger Rathaus mit jungen Medienschaffenden auszutauschen. Das Programm der Aktionswoche bietet zudem zahlreiche Workshops, Newscamps, Panel-Talks, Keynotes und Fishbowl-Veranstaltungen, Diskussionen, Live-Podcasts, Mitmach-Aktionen, Ausstellungen und Bühnenprogramme. Mit dabei sind u.a. der Journalist und Podcaster
Paul Ronzheimer und der Newsfluencer
Fabian Grischkat.
50 Partner machen kostenlose Angebote für alle AltersklassenErstmals beteiligen sich in diesem Jahr auch zwei große Hamburger Sportvereine: Der
FC St. Pauli lädt in Kooperation mit Journalismus macht Schule zu einer Pressekonferenz für Jugendliche ins Medienzentrum am Millerntor sowie mit CORRECTIV zu einem Kneipenquiz ins Vereinsmuseum. Der
HSV bietet in Zusammenarbeit mit der Uni Hamburg an zwei Tagen ein Programm für Schulklassen im Volksparkstadion an. Das Museum der Arbeit eröffnet am 13. Oktober die Ausstellung Nachrichten – News, in deren Rahmen am 14. Oktober der taz Panterpreis für „Medien von unten“ erstmals in Hamburg verliehen wird.
Die Ausstellung The Unheard Voices in der Millerntorwache widmet sich inhaftierten belarussischen Medienschaffenden und zeigt die Konsequenzen fehlender Pressefreiheit auf. Zur Eröffnung wird die belarussische Bürgerrechtlerin
Swetlana Tichanowskaja (tbc) am 11. Oktober auf einer u.a. von der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS geförderten Veranstaltung in der Katholischen Akademie sprechen.
Praxisnahe Strategien im Umgang mit Desinformationen vermitteln erfahrene Medienschaffende in Kooperation mit der NGO lie detectors in Haspa-Filialen. Lehrkräften steht in diesem Jahr ein besonders breites Angebot für Schulgruppen zur Verfügung, von unterschiedlichen Workshops über Planspiele bis zu Redaktionsbesuchen. Zu spannenden Einblicken hinter die Kulissen laden die Redaktionen von NDR Info und NDR Hamburg, RTL Nord, Sat.1 Hamburg, das Landesstudio des ZDF, DER SPIEGEL und die Hamburger Morgenpost ein.
Programmhighlights der InitiatorinnenZwei Highlights tragen die beiden Initiatorinnen zum Programm bei: Mit dem
Exile Media Forum am 13. Oktober und dem
Exile Media Lab am 14. November veranstaltet die Körber-Stiftung Deutschlands größte Fachkonferenz für Exiljournalismus, mit einer Keynote des syrischen Investigativjournalisten und Medienunternehmers
Mohammad Bassiki. Die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS veranstaltet zum zweiten Mal die
Free Media Lecture, außerdem gastiert das
Aktionslabor „Redaktionelle Gesellschaft“ über die Woche hinweg im Museum der Arbeit.
Starke Partner der AktionswocheDie Aktionswoche auf Initiative der Körber-Stiftung und der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS wird von einer breiten Allianz von rund 50 Partnern aus Medien, NGOs, Stiftungen, Vereinen und Politik getragen. Gemeinsam stärken sie in der Hamburger Stadtgesellschaft – und darüber hinaus – das Bewusstsein für die Bedeutung von freier Berichterstattung, Meinungsfreiheit und Medienkompetenz für die Demokratie.
Unterstützung erhält die Aktionswoche in besonderem Maße durch ihre Gründungspartner NDR Info und Ströer. NDR Info, das Informationsprogramm des Norddeutschen Rundfunks, stärkt mit seinen Veranstaltungen und begleitenden Programmangeboten in Hörfunk, Fernsehen und Online das Bewusstsein für die Bedeutung der Pressefreiheit für Demokratie und den gesellschaftlichen Diskurs. Neben der Auftaktveranstaltung, einem Live-Podcast und NDR-Workshops zu Medienkompetenz beteiligen sich auch NDR Schleswig-Holstein, NDR Niedersachsen und NDR Mecklenburg-Vorpommern an der Aktionswoche. Unter dem Claim Zwischen den Zeilen wird eine begleitende Aufmerksamkeitskampagne im öffentlichen Raum von Ströer auf den digitalen Stadtinformationsanlagen im gesamten Hamburger Stadtgebiet sichtbar gemacht.
Informationen zum Netzwerk und zu allen Partnern, die die Hamburger Woche der Pressefreiheit unterstützen,
finden Sie hier.