Demokratie stärken – Projekte/Veranstaltungen der ZEIT-Stiftung

Wie politisch ist die Jugend? ZEIT-Stiftung aktuell

Junge Menschen galten lange Zeit als politikverdrossen. Spätestens mit der Bewegung „Fridays for Future“ wird jedoch deutlich, dass diese Annahme der Vergangenheit angehört. Jugendliche interessieren sich für Politik. Sie debattieren in ihrer Freizeit mit Familie und im Freundeskreis, engagieren sich inhaltlich-politisch in den sozialen Medien und tragen ihren Protest vermehrt auch auf die Straße – nur mit den politischen Parteien können sie nicht viel anfangen. Wie politisch ist die Jugend? Wie hat sich politisches Engagement gewandelt? Und: Welche Rolle spielen die sozialen Medien hierbei?

Montag, 27. Januar 2020, 19 Uhr, Bucerius Law School

 

In unnütz toller Wut. Wie Gefühle Politik und Alltag beherrschen – HörSalon

Vor zehn Jahren wurde der „Wutbürger“ geboren, ein neuer Begriff für ein neues Phänomen: Bürger empörten sich gegen von ihnen als willkürlich empfundene Entscheidungen der Politik. Sie waren zornig, aber sie stellten die Demokratie nicht in Frage. In letzter Zeit jedoch scheinen sich Grenzen und Dimensionen der Wut verschoben zu haben: Es wird gewütet und gehetzt, gebarmt und polemisiert wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Der Wutbürger ist radikal geworden. Woher kommen diese Gefühle und was richten sie an? Welche Rolle spielt in den Auseinandersetzungen unserer Zeit die Herabsetzung des anderen? Ist die Schmähung eine heute besonders ausgeprägte Form der Kommunikation? Oder ist es im Lauf der Geschichte eigentlich nie anders gewesen?

Dienstag, 11. Februar 2020, 20 Uhr, Bucerius Kunst Forum

  

EuropaCamp der ZEIT-Stiftung

Europa steck in einer Identitätskrise: Großbritannien ist auf dem Weg aus der EU, in der Flüchtlingskrise gehen die europäischen Staaten ihre eigenen Wege, rechtspopulistische Bewegungen gewinnen in ganz Europa an Stärke. Dem gegenüber sieht sich die Mehrheit der Generation Y als Europäer. Dieser Widerspruch gibt Anlass, den aktuellen Status der europäischen Union kritisch zu hinterfragen. Der Historiker und Gewinner des Hanns-Martin-Schleyer-Preises Timothy Garton Ash, stellt dazu die passende Frage: „How should we tell Europe’s story?“

Welche Veränderungen erwarten die Europäer, welche Erwartungen haben sie? Darüber wird beim EuropaCamp an zwei Tagen mit prominenten Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Kunst und Kultur, Wirtschaft und Medien in kreativen Formaten diskutiert. 2020 steht dabei der offene Austausch über brisante Themen wie Rechtspopulismus, Brexit, Fake News, Politikverdrossenheit und Rückgang europäischer Werte im Mittelpunkt.  

Freitag und Samstag, 17. und 18. April 2020, Kulturfabrik Kampnagel

  

WWW.STOPANTISEMITISMUS.DE

Der Anschlag auf die Synagoge in Halle, die Spuck-Attacke in Hamburg auf den Landesrabbiner Shlomo Bistritzky und das Vorstandsmitglied Eliezer Noe – diese und andere Vorfälle zeigen, dass Antisemitismus vielerorts wieder aufkeimt und es Zeit ist, deutlich Stellung zu beziehen. Die von der ZEIT-Stiftung initiierte Website www.stopantisemitismus.de informiert über Antisemitismus im Alltag und unterstützt Betroffene und Zeugen antisemitischer Vorfälle. Interessierte finden dort Informationen, Handlungsempfehlungen und Argumentationshilfen gegen antisemitische Äußerungen und Übergriffe. 35 Alltagszitate verdeutlichen, was an Äußerungen problematisch ist. Ein Expertenteam hat die Zitate zusammengetragen, anonymisiert und analysiert. Sie stammen nicht von Rechtsextremen, sie kommen aus der Mitte der Gesellschaft und zeigen, dass antisemitische Äußerungen und Vorurteile kein ausschließliches Phänomen des rechten Randes sind. Das Projekt ist aus einer Kooperation von bundesweiten Initiativen und Einzelpersonen gegen Antisemitismus entstanden.

 

Ostritzer Friedensfest

Immer wieder treffen sich in Ostritz mehrere tausend Neonazis zu Rechtsrock-Konzerten, zur Feier der Sommersonnenwende und zu Kundgebungen. Doch seit 2018 stellt sich die Stadt Ostritz diesen Versammlungen mit dem Friedensfest entgegen. Wenn Rechtsextreme versuchen, die Stadt für sich zu vereinnahmen, veranstalten Bewohner, Vereine, Verbände und Kirchen gemeinsam ein buntes Fest. Jetzt ist die Initiative mit einem „Sonderpreis des Deutschen Engagementpreises“ ausgezeichnet worden. „Mit großem, kreativem Engagement ist es den Friedensfesten gelungen, lokal und überregional den öffentlichen, demokratischen Raum zu verteidigen – beispielhaft!“ schreibt die Jury des Deutschen Engagementpreises in ihrer Begründung. Die ZEIT-Stiftung unterstützt das Ostritzer Friedensfest, das sich für Demokratie und Weltoffenheit einsetzt.

 

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die ZEIT-Stiftung, Jessica Staschen,
Leiterin Kommunikation, Tel. 040 41336871, Mobil: 0173 5948 463, E-Mail:
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