Russland
Der investigative Roman Shleynov arbeitet für die Novaya Gazeta, Moskau. Akribisch recherchiert er zur wachsenden Korruption und Undurchsichtigkeit staatlichen Handelns. Er wurde nominiert von Rosemary Armao, Professorin für Journalismus an der University at Albany, State University of New York, und von Drew Sullivan, The Journalism Development Group, Sarajewo. Roman Shleynov erhält 10.000 €.

 

Zoya Svetova ist freie Journalistin in Moskau, sie arbeitet für die Novyje Izvestija, Dosh und das Eschednevnyj Journal. Ihr zentrales Thema ist die Willkür der Justiz und die Unmenschlichkeit des Strafvollzugs. Zoya Svetova wurde vorgeschlagen vom Norwegian Helsinki Committee und der Human Rights House Foundation, Oslo. Die Journalistin erhält 10.000 €.

Belarus
Novy Tschas
, Minsk, ein oppositionelles publizistisch-literarisches und analytisches Blatt, wird von weißrussischen Printjournalisten und dem “Verein der Weißrussischen Schriftsteller“ gemacht. Die Wochenzeitung erscheint in Weißrussisch, um den Lesern die sprachliche Dimension nationaler Identität zu vermitteln. Novy Tschas, nominiert von Gernot Erler, Staatsminister im Auswärtigen Amt, Berlin, The Belarusian Association of Journalists, The Union Belarusian Writers und der weißrussischen Nachrichtenagentur BelaPan, Minsk, erhält 30.000 €.

Georgien
Die Wochenzeitung Batumelebi erscheint seit 2001 in Batumi, der Hauptstadt der Autonomen Republik Adscharien. Sie hat sich von einer ursprünglich regionalen Zeitung zu einem angesehenen überregionalen Blatt entwickelt, dessen Unabhängigkeit hervorsticht. Es wurde vorgeschlagen von den EU-Kommissaren Benita Ferrero-Waldner und Günter Verheugen. Batumelebi erhält 30.000 €.

Armenien
Marianna Grigoryan
ist freie Journalistin in Eriwan und vorwiegend für EurasiaNet tätig. Sie berichtet unvoreingenommen über innen- und umweltpolitische Themen. Sie besticht durch aufschlussreiche Interviews und kompetente, perspektivreiche Berichte aus erster Hand. Marianna Grigoryan wurde von dem armenischen Journalisten und Verleger Ruben Mangasaryan vorgeschlagen, sie erhält
10.000 €.

Aserbaidschan
Die 1989 gegründete Azadliq (Freiheit) ist die erste und älteste Tageszeitung des unabhängigen Aserbaidschan und eines der wichtigsten Oppositionsblätter des Landes. Sie sah sich zahlreichen Angriffen ausgesetzt – von vorübergehenden Verboten über polizeiliche Redaktionsdurchsuchungen, Einschüchterungsversuchen und tätlichen Angriffen auf Journalisten. Azadliq wurde nominiert vom Norwegian Helsinki Committee, Norwegian PEN, Human Rights House Foundation, Oslo. Azadliq erhält 30.000 €.

Natiq Gavadli aus Baku arbeitet als Journalist der oppositionellen Zeitung Bizim Yol (Unser Weg), vor drei Jahren wurde er Opfer eines gewaltsamen Übergriffs, wurde entführt, geschlagen und mit gebrochenen Armen und Beinen außerhalb der Stadt aufgefunden. Seine scharfsinnigen und kritischen Analysen thematisieren Korruption und Menschenrechtsverletzungen. Natiq Gavadli, vorgeschlagen vom Norwegian Helsinki Committee, Norwegian PEN, Human Rights House Foundation, Oslo, und dem Journalisten Rauf Mirkadirov, Baku, erhält 10.000 €.