Ort: Moot Court, Bucerius Law School, Jungiusstraße 6, Hamburg
„Verändert KI die Struktur unserer Gesellschaft?“ Im Rahmen des Debattenforums der Bucerius Law School und der Bucerius IP Lecture
KI-Anwendungen greifen zunehmend in private Lebensbereiche ein. Mit Tools wie ChatGPT oder Claude schreiben wir Texte, führen Gespräche, lassen uns trösten oder beraten – und ersetzen dabei immer häufiger menschliche Gegenüber. Einige Nutzer:innen berichten inzwischen sogar von „Beziehungen“ zu KI-Systemen; nach Versionswechseln werden Gefühle von Verlust oder Trauer beschrieben. Welche Folgen hat es, wenn technologische Beziehungen neben menschliche treten? Können wir mit KI betrügen? Und welche rechtlichen Fragen stellen sich? Braucht ein Chatbot für psychologische Beratung eine Approbation? Wie lassen sich Jugendschutz und Persönlichkeitsrechte wirksam schützen?
Ijoma Mangold, Kulturpolitischer Korrespondent (DIE ZEIT), Literaturkritiker und Autor, ordnet diese Entwicklungen kulturtheoretisch und gesellschaftlich ein. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Kassel, Projekt SENTIMENT („Sichere Selbstoffenbarung bei intimer Kommunikation mit Dialogsystemen“), Dr. Maxi Nebel beleuchtet die rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere aus Sicht der KI-Verordnung und des Datenschutzes. Lisa Mühl, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Universität Duisburg-Essen, Projekt SENTIMENT, betrachtet die psychologischen Auswirkungen auf Beziehungen, Fürsorge und Selbstverantwortung.
Moderiert wird der interdisziplinäre Abend von Prof. Dr. Kristoff Ritlewski, Counsel des Center for Transnational IP, Media and Technology Law and Policy.
Eintritt frei. Anmeldung und weitere Informationen HIER.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Bucerius Law School mit dem Bucerius IP Center.