Marion-Dönhoff-Preis 2021 für Gerhart Baum und Wjasna

Der Politiker und Jurist Gerhart Baum wird in diesem Jahr mit dem Marion-Dönhoff-Preis für internationale Verständigung und Versöhnung ausgezeichnet.

Die Jury entschied sich für Gerhart Baum als Träger des Hauptpreises, weil er sein politisches Leben dem Kampf für die Freiheit gewidmet habe. Unbeirrt habe er gegen den Obrigkeits- und Überwachungsstaat gestritten und, nicht zuletzt als Bundesinnenminister, entschlossen die freiheitliche Ordnung des Grundgesetzes verteidigt.

Matthias Naß, Juryvorsitzender und Internationaler Korrespondent der ZEIT:
„Für seinen lebenslangen Einsatz im Dienst an der Menschlichkeit und Gerechtigkeit gebühren Gerhart Baum Dank und hohe Anerkennung.“

Die belarussische Menschenrechtsorganisation Wjasna werde mit dem Förderpreis ausgezeichnet, weil sie sich in herausragender Weise für die Förderung von Demokratie und Bürgerrechten in Belarus einsetze.

„Ohne Organisationen wie Wjasna gäbe es keine Hoffnung auf eine freiheitliche Entwicklung in Belarus“, so Matthias Naß.

Zahlreiche Leserinnen und Leser der ZEIT haben verschiedene Personen und Organisationen vorgeschlagen, die sich im Sinne Marion Dönhoffs für internationale Verständigung und Versöhnung engagieren. Die Preisträger:innen wurden von einer unabhängigen Jury ausgewählt. In diesem Jahr vergeben die ZEIT, die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie die Marion Dönhoff Stiftung den Preis zum 19. Mal. Die Verleihung findet am 28. November in Hamburg statt.