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© Ulrich Perrey/ZEIT STIFTUNG BUCERIUS
Mehr Männer in Grundschulen – Zweiter Schülercampus für Grundschullehrer von morgen in Hamburg

Traumjob Grundschullehrer? Leider für viel zu wenig männliche Oberstufenschüler und Studienanfänger auf der Wunschliste der Wahlberufe. Nur einer von zehn Lehrenden in Deutschland ist ein Mann. An den Hamburger Grundschulen besteht das Kollegium in binärer Aufteilung zu rund 88 Prozent aus Frauen, nur 11 Prozent der Lehrenden sind männlich. Und beim Lehrer-Nachwuchs in Ausbildung ist der Männer-Anteil mit rund sieben Prozent noch geringer. 

 Um diese Schieflage zu verändern und junge Männer für den Grundschuldienst zu begeistern, hat die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS gemeinsam mit der Behörde für Schule und Berufsbildung sowie dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung im Schuljahr 2022/2023  das Modellprojekt „Mehr Männer in Grundschulen“ gestartet und im April 2024 bereits zum 2. Schülercampus in die Bucerius Law School eingeladen. 20 interessierte Hamburger Oberstufenschüler waren vor Ort und haben in unterschiedlichen Formaten diskutiert, sich informiert und viel mitgenommen. Denn der Schülercampus bietet neben Information über Studium, Berufspraxis und Karrieremöglichkeiten als Grundschullehrer vor allem eins: Erfahrungsberichte und Austausch aus erster Hand – in informellen, individuellen Gesprächen mit aktuell Studierenden und männlichen Grundschullehrkräften.

Was bewegt und motiviert junge Männer Grundschullehrer zu werden?

 Genau um diese Frage ging es in dem abwechslungsreichen Angebot aus Impulsvorträgen, Kurz-Interviews, Talkrunden und Info-Parcours, nachdem Moderator Bernd Fiedler den zweiten Schülercampus im Programm „Mehr Männer in Grundschulen“ am Samstagvormittag eröffnet hatte.

Insbesondere die beiden Grundschullehrer Can Yörenc von der Georg-Kerschensteiner-Grundschule und Alexander Bastian von der Grundschule Islandstraße inspirierten mit den persönlichen Berichten ihrer individuellen Wege und Entscheidungen. Ergänzt durch eine Einführung in die Studienoptionen durch die ehemalige Dekanin der Fakultät für Erziehungswissenschaften und universitäre Leitung des Zentrums für Lehrerbildung, Prof. Dr. Eva Arnold, verging die Zeit bis zum Mittags-Break wie im Flug, das mit einer Hip-Hop-Performance einläutetet wurde.

Und, wie läuft's? Berichte aus der Praxis

Am Nachmittag folgten noch mal mehr Austausch in Kleingruppen und weitere Einblicke in die Berufspraxis – von Studierenden, Referendaren, Grundschulleitungen und Expert:innen wie Carola Heffenmenger, Leiterin des Zentrums für Lehrerbildung Hamburg, oder Dr. Christofer Seyd vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung. In interaktiven Gruppenarbeiten diskutierten die Teilnehmer mit Lehrern und den Expert:innen auch darüber, was einen guten Grundschullehrer auszeichnet und wie nächste Schritte auf dem Weg zu Studium und Beruf aussehen könnten.

Vielfalt in der Schule – Männer gehören dazu!

Fest steht: Männer sind wichtige Bezugspersonen für Kinder und sollten diese auch in der Schule von Anfang an beim Lernen begleiten. Als Grundschullehrer legen sie nicht nur den Grundstein der weiteren Bildungslaufbahn, sondern haben auch großen Einfluss auf die persönliche Entwicklung der Kinder. Ein divers aufgestelltes Kollegium, das auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Schüler:innen eingehen kann, ist ein wichtiger Teil auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit. Denn Kinder brauchen vielfältige Vorbilder. Die Schulen brauchen engagierte Menschen für diese wunderbare und anspruchsvolle Aufgabe. All das geht – als Grundschullehrer. Ein Traumjob!

Weitere Informationen zum Programm „Mehr Männer in Grundschulen“ hier.

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