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ZEIT STIFTUNG BUCERIUS
Gemeinschaftsfonds „Zukunftswege Ost“ startet Förderung am 1. Juli 2024

Ab sofort gibt es noch mehr Rückenwind für unsere Demokratie und Unterstützung für gemeinnützige Vereine, Organisationen und Initiativen in den ostdeutschen Ländern: Denn am 1. Juli 2024 startet die Förderung aus dem Gemeinschaftsfonds „Zukunftswege Ost“.

Die Gemeinschaftsinitiative, die von uns als ZEIT STIFTUNG BUCERIUS zusammen mit der Stiftung Bürger für Bürger, der Cellex Stiftung, der Freudenberg Stiftung und dem Bundesverband Deutscher Stiftungen gegründet wurde, zielt darauf ab, die demokratische Kultur und das zivilgesellschaftliche Engagement in Ostdeutschland zu stärken. Sie wird von zahlreichen weiteren Stiftungen, Vereinen, Unternehmen und der Politik unterstützt und getragen. Schirmherr ist der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Staatsminister Carsten Schneider. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte die gesamtdeutsche Förder-Initiative im Mai in Saalfeld in Thüringen eröffnet.

Die Förder-Details von „Zukunftswege Ost“:

Wer kann gefördert werden? Bereiche und Kriterien
Grundvoraussetzung für den Antrag ist das zivilgesellschaftliche Engagement für die Gleichwertigkeit aller Menschen und für Demokratie in den ostdeutschen Ländern.

Unterstützt werden können Initiativen und Engagierte, die in einem der drei Förderbereiche wirken:

  • Austausch und Dialog,
  • demokratische Kultur oder
  • Stärkung der Zivilgesellschaft

Als zentrales Kriterium gilt: Das Vorhaben muss von einer Initiative aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen ausgehen oder Bürger:innen und Initiativen aus den ostdeutschen Ländern einbeziehen. Dabei richtet sich der Fonds vor allem an Projekte und Initiativen, die im ländlichen Raum wirken.
Antragsberechtigt sind gemeinnützige Vereine oder gemeinnützige Körperschaften, die Anträge für eigene Projekte oder stellvertretend für lokale Initiativen stellen. Ehrenamtliche Initiativen ohne eigene Rechtsform können über lokale, gemeinnützige Vereine gefördert werden. Parteipolitische Aktivitäten sind von einer Förderung ausgeschlossen. 

Wie wird gefördert?
Gefördert wird unbürokratisch und im einfachen Verfahren. Die Mikroprojekteförderung des Gemeinschaftsfonds startet am 1. Juli 2024. Durch diese werden mindestens 100 Projekte mit bis zu 5.000 Euro unterstützt. Erste Auszahlungen sind für September geplant. Langfristig soll der Fonds mit weiteren Partner:innen schrittweise ausgebaut werden und so auch strukturelle Förderung ermöglichen. 

Vergabe und Antragsverfahren
Anträge können fortlaufend online unter www.zukunftswege-ost.de eingereicht werden. Das Antragsformular wird am 1.7. online geschaltet. Die Auswahl der Förder-Projekte und Entscheidung über die Vergabe der Mittel erfolgt durch eine unabhängige Jury, der sich mehrheitlich aus Expert:innen der Zivilgesellschaft in Ostdeutschland zusammensetzt. Der Fonds ist bei der Stiftung Bürger für Bürger angesiedelt; sie wird in der Antragsbearbeitung von der GLS Treuhand e.V. unterstützt.

Warum braucht es den Gemeinschaftsfonds „Zukunftswege Ost“?
Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind zentrale Pfeiler unserer Gesellschaft. Diese zu schützen, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Tausende Initiativen und Menschen in den ostdeutschen Ländern engagieren sich täglich für demokratische Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt, für Akzeptanz und Gleichwertigkeit aller Menschen – häufig mit viel Gegenwind. „Zukunftswege Ost“ würdigt und unterstützt das Engagement, will ermutigen und die wichtige Arbeit dieser Menschen sichtbarer machen und stärken. Neben dem Erstarken demokratiefeindlicher Kräfte ist es vor allem der Mangel an verlässlichen finanziellen Ressourcen, der bereits jetzt dazu führt, dass viele Potenziale ungenutzt bleiben oder sich wirksames Engagement nicht (mehr) entfalten kann. Hier setzt der Gemeinschaftsfonds mit privaten Mitteln an.

Schnell, unbürokratisch und ohne Eigenmittel. Wir als Mit-Initiatorin der Gemeinschaftsinitiative Zukunftswege Ost sind überzeugt: Um einen Unterschied zu machen, braucht es eine Kraftanstrengung zur Bündelung privaten Kapitals. Mit dem Gemeinschaftsfonds wurde ein Förderinstrument entwickelt, das bewährtes Engagement niedrigschwellig unterstützt und überregional sichtbarer macht.

Weitere Informationen und Details zur Initiative auch: hier

 

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