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Wie helfen wir einander im Superwahljahr gegen Hetze und rechten Hass im Netz?

Ob durch gesteuerte Bots oder echte Bigotterie: Auf Social Media äußern sich Profile und  Menschen dahinter gerne direkt und extrem, oft mit Lob und Liebe, vor allem aber auch mit Kritik – oder eben Beleidigungen, Hass und Hetze. Besonders in Zeiten und Regionen, wo Wahlen anstehen, verstärkt sich das Aufkommen – und damit auch im Superwahljahr 2024. Das kann gefährlich für die Demokratie werden – oder im schlimmsten Fall Bedrohungen für Organisationen und  Menschen, die sie betreiben, von Kommentarspalten ins reale Leben überwandern. Wie können Akteur: innen da sinnvoll und sicher im Netz unterwegs sein? Passen demokratische Ziele und Social Media überhaupt noch zusammen? Welche konkreten Ideen, Methoden und Unterstützung gibt es?

Was ist ein guter Post? Erste Sprechstunde liefert positive Inspiration

Um Antworten auf diese Fragen und konkrete Hilfestellung zu geben, haben wir mit der Berliner Agentur SocialSocial und dem Netzwerk HateAid eine gemeinsame „Social Media Sprechstunde“ ins Leben gerufen. Die Sprechstunde ist eine regelmäßige Schulungs- und Austauschrunde für alle demokratischen Kräfte, Organisationen, Initiativen, Vereine, Parteien und Aktionen in Regionen, in denen Wahlen anstehen. In digitalen, kostenfreien Sessions stellen Expert:innen erprobte Social-Media-Formate, gute Kanäle und Anzeigen-Optionen vor oder sprechen zu Themen wie Hassrede, Sicherheit,  Influencer:innen und Creators und vielem mehr — und das immer auch mit genug Raum für Rückfragen.

Auch am 6. Mai wurden viele Fragen gestellt – denn an diesem Nachmittag hatte die Social Media Sprechstunde Premiere, ziemlich genau einen Monat vor den Wahlen zum Europäischen Parlament. Dafür hatten sich rund 30 Teilnehmer:innen von Stiftungen, aus dem Kommunikationsbereich, der Politik und von Hilfsorganisationen zugeschaltet. Der inhaltliche Fokus der ersten Session: Ein sinnvoller und sicherer Umgang mit Hate Speech und Inspiration für gute Posts. Dazu zeigte das Team von SocialSocial zunächst diverse Positiv-Beispiele von TikToks bis Werbeclips, die Hass, Hetze und Desinformation im Kontext eines Rechtsrucks auf verschiedenste Weisen begegnen. Außerdem ging es um die Einschränkung politischer Inhalte auf Plattformen wie Instagram und Facebook. Die Kolleg:innen von Hate Aid gaben im Anschluss rechtliche Tipps zu Daten- und Selbstschutz und klärten über Anlaufstellen für Betroffene von Shitstorms bis Doxing oder Datenleaks auf.

Fragen zu Sicherheit und Support: Wie helfen wir demokratischen Kräften?

Die Bedarfe der Teilnehmer:innen reichten von großen Meta-Fragen bis hin zu praktischer Anwendung: Wie steht es um das Verhältnis von TikTok zum Datenschutz? Wie erzielt meine Organisation mehr Reichweite, um gerade auch Menschen zu erreichen, die an der Demokratie zweifeln? Kann und darf Humor hier ein Tool sein? Aber auch: Sollte meine Organisation eine Rechtsschutzversicherung zur Absicherung gegen Gefahren im Internet abschließen? Gehe ich auf einen Hasskommentar so ein, dass keine Reaktion folgen kann – und wenn ja, wie? Und wie schaffen es Organisationen, sich bei Shitstorms gegenseitig zu unterstützen?

Sie wollen bei der nächsten Runde auch dabei sein?

Weiter geht es am 4. Juni, 16.00 Uhr. Anmeldung unter: https://www.socialsocial.de/de/sprechstunde

Die Sprechstunden finden ab sofort bis zunächst August monatlich statt – und werden sich inhaltlich den Fragen und Bedürfnissen der Teilnehmenden anpassen.

Infos zu den Folge-Terminen werden auch über die Social Media-Kanäle von SocialSocial, HateAid und bei uns, ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, kommuniziert.

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