Max Brauer

Max Brauer

Der populäre Patriarch Max Brauer - eine sozialdemokratische Karriere für Hamburg

Er ist der bekannteste Bürgermeister Hamburgs im 20. Jahrhundert: Max Brauer (1887-1973). Zunächst Oberbürgermeister von Altona, präsidiert Brauer von 1946 bis 1953 und von 1957 bis 1960 dem Hamburger Senat - sein Name ist untrennbar verbunden mit dem erfolgreichen Wiederaufbau der Hansestadt nach dem 2. Weltkrieg. Helmut Schmidt beschreibt ihn in seinem Nachruf als "Arbeiter, sodann Autodidakt und politischen Führer, dem insbesondere die kleinen Leute vertrauten."

Von Max Brauers Verwurzelung in seiner Vaterstadt Altona, vom sozialen Aufstieg des gelernten Glasbläsers durch die Sozialdemokratie zum geachteten Stadtoberhaupt handelt Axel Schildts anschauliche, mehr als vierzig Jahre politisches Wirken umspannende Biographie. Der Historiker Schildt, Leiter der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, würdigt Brauers Engagement für seine Vaterstadt vom Beginn seiner politischen Tätigkeit 1916 bis zur Amtsenthebung durch die Nationalsozialisten, der Flucht ins rettende Exil. Der Remigrant wird zur prägenden Gestalt der Hamburger Nachkriegspolitik. Geschätzt wegen seines politischen Instinkts, seines Weitblicks und Charismas, kann er lange als Erster Bürgermeister wirken - ein populärer Patriarch.

Axel Schildt, Hamburger Köpfe Max Brauer,
Herausgegeben von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, 144 Seiten, 43 Abbildungen, Ellert & Richter Verlag, Hamburg 2014, Sonderausgabe, € 9,95, ISBN 978-3-8319-0564-5.