Russland
Mikhail Beketov von der Chimkinskaja Pravda wird mit 10.000 € ausgezeichnet. Der oppositionelle Politiker, Journalist und Verleger Beketov wurde 2008 zum Krüppel geschlagen und kann nicht mehr journalistisch arbeiten. Er setzte sich für den Erhalt des Waldes in Chimki ein, der zugunsten einer abgeholzt werden sollte. Der Wald blieb bisher unberührt. Seine Zeitung Chimkinskaja pravda wird von Aktivisten weiter herausgegeben. Beketov wurde vorgeschlagen von The Norwegian Helsinki Committee und The Human Rights House Foundation, Oslo;

 

Arsenjevskije vesti aus Wladiwostok erhält 15.000 €. Die drittgrößte regionale Wochenzeitung der Region Primorje berichtet unabhängig über heikle Themen wie Korruption und Schmuggel. Nominiert wurde das Blatt vom Norwegian Helsinki Committee und The Human Rights House Foundation, Oslo.

Belarus
Borisowskije nowosti
, Borisow, wird mit 15.000 € ausgezeichnet. Die qualitätvolle engagierte Kreiszeitung und größte Regionalzeitung des Landes bietet trotz staatlicher Gängelung und Verfolgung ein kritisches, unabhängiges „Politik“-Ressort. Vorgeschlagen haben das Wochenblatt Andrej Dynko, Nasha Niva, die Assoziation der Herausgeber der regionalen Presse "Die Vereinigten Massen-Medien", Sergej Satsuk, Jeschednewnik, Iryna Vidanava und Rodger Potocki, Director for Europe and Eurasia, National Endowment for Democracy (NED), Washington.

Georgien
10.000 € erhält Liberali (Tiflis), nominiert vom Norwegian Helsinki Committee and Human Rights House Foundation, Oslo. Das 2009 gegründete Magazin hat sich innerhalb kürzester Zeit etabliert und gehört zu den meinungsbildenden Druckmedien Georgiens, das aktuelle politische Diskussionen führt.

Aserbaidschan
Der Journalist Shahvalad Chobanoglu (Baku), erhält 10.000 €. Chobanoglu, ein investigativer Journalist, schreibt kritische Kolumnen und enthüllende Berichte (z.B. über die Beziehung zwischen Regierung und Oligarchie) für oppositionelle Zeitungen. Ihn kennzeichnen gute Recherche, Gründlichkeit, hohe Professionalität und Ironie. Azer Ehmedov, Azadliq, und Natiq Cavadli haben ihn vorgeschlagen.

10.000 € gehen an Azerbaijan Network Television ANTV in Baku. Das einzige unabhängige aserbaidschanische Telemedium bringt Beiträge, die im staatlichen Fernsehen nicht gezeigt werden dürfen. Mit Chatforen und Blogs zu verschiedenen Themen vermittelt der Sender ein realistisches Bild Aserbaidschans. The Norwegian Helsinki Committee und The Human Rights House Foundation, Oslo, haben ANTV nominiert.

Armenien
Der Journalist Edik Baghdasaryan (Eriwan) von der Zeitschrift Hetq erhält 10.000 €. Edik Bahdasaryan ist Herausgeber der Zeitschrift Hetq und Gründer der NGO „Vereinigung recherchierender Journalisten“ mit dem Ziel, unabhängigen Journalismus in Armenien zu unterstützen. Er recherchiert komplexe Fälle in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, übt scharfe, doch sachliche Kritik. Baghdasaryan wurde von Marianna Grigoryan vorgeschlagen.