Die Geschichte des Kolonialismus zeigt sich auch in Bildern. Insbesondere die Fotografie, die sich parallel zur weltumfassenden Ausbreitung des Kolonialismus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts etablierte, dokumentiert das koloniale Geschehen. Kameras gehörten zu Ausrüstung von Händlern, Missionaren und Wissenschaftlern.

Der fotografische Schatz des Hamburger Museums für Völkerkunde umfasst mehrere zehntausend Aufnahmen aus der Zeit der 1870er Jahre bis etwa 1960. Die Aufnahmen verdeutlichen über Bildsprache, Motivwahl und Blickwinkel die Prozesse der kolonialen Aneignung und Machtausübung. Die Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe“ des Historischen Seminars der Universität Hamburg bereitet mit dem Museum für Völkerkunde diese bildlichen Zeugnisse auf, wertet sie aus und veröffentlicht sie. Dazu nutzt die Forschungsstelle unter Leitung von Prof. Dr. Jürgen Zimmerer auch die Vernetzung mit Wissenschaftlern aus Afrika. Aufarbeitung und Koordination, Vernetzung und Begleitforschung des Kooperationsprojektes werden durch die Förderung der ZEIT-Stiftung mit ermöglicht.

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Dr. Anna Hofmann
ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
Feldbrunnenstraße 56
20148 Hamburg
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