09. Juni 2026,
18:30 Uhr
Vortrag & Talk:
Europäische Gesellschaften und der Holocaust

Ort: Pierre Boulez Saal – Mozart Auditorium, Barenboim-Said Akademie, Französische Straße 33d, Berlin

In der Reihe „Akademie Forum“
In englischer Sprache

Trotz umfassender Forschungsliteratur zum Holocaust gibt es immer noch kein klares Verständnis der Rollen und Verantwortung, die die Mitglieder der umgebenden europäischen Gesellschaften innehaben. Warum verhielten sich viele Menschen in Europa angesichts der Gewalt gegen die als „andere“ Stigmatisierten passiv, oder trugen gar auf unterschiedliche Weise zum Ausschluss, zur Enteignung und zur Vernichtung der europäischen Jüd:innen bei und profitierten davon? Unter welchen Bedingungen wiederum war die Wahrscheinlichkeit größer, dass Menschen Geflüchteten Hilfe anboten? Welche sozialen und politischen Umstände begünstigten das Überleben der Verfolgten?

In ihrem Vortrag beleuchtet Mary Fulbrook, Professorin für deutsche Geschichte am University College London, die gesamtgesellschaftlichen Hintergründe des Holocaust und untersucht die Auswirkungen auf die Darstellung in Museen, die öffentliche Bildung und die Geschichtsschreibung.

Mary Fulbrook, FBA, ist u.a. ehemalige Dekanin der Fakultät für Sozial- und Geschichtswissenschaften des UCL. Sie ist Autorin und Mit-Herausgerberin zahlreicher Monografien. Zudem ist sie Mitglied im Wissenschaftlichen Ausschuss des United States Holocaust Memorial Museum.

Mit einem musikalischen Beitrag von Student:innen der Barenboim-Said Akademie.
 
Eintritt frei. Anmeldung und weitere Informationen hier. 
 
Die Reihe „Akademie Forum“ wird von der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS gefördert.

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