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© Laura Müller/ZEIT STIFTUNG BUCERIUS
Die Redaktionelle Gesellschaft: Aktionslabor

Mit dem Aktionslabor „Redaktionelle Gesellschaft“ schafft die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS gemeinsam mit den Hamburger Bücherhallen und gefördert von der Brost-Stiftung eine mobile und interaktive Ausstellung zum Thema Nachrichtenkompetenz. Das Labor soll Menschen gleichermaßen informieren, durch Irritation Aufmerksamkeit generieren und auf niedrigschwellige, unterhaltsame und unkomplizierte Art ein Nachdenken über den Umgang mit Informationen anregen. Zielgruppe sind Erwachsene, die sich bisher wenig mit (Des-)Information auseinandergesetzt haben und für die es weniger Angebote zu Nachrichtenkompetenz gibt als beispielsweise für Kinder und Jugendliche.

Das Aktionslabor ist Teil unseres Themenfokus „Redaktionelle Gesellschaft“ im Bucerius Lab, der auf der Medientheorie von Prof. Dr. Bernhard Pörksen aufbaut. Das Konzept der „Redaktionellen Gesellschaft“ beschreibt ein (noch) utopisches Zusammenleben, in dem alle Menschen kompetent mit Informationen und Medien umzugehen wissen und damit auf gleicher Grundlage im digitalen und physischen Raum teilnehmen können. Denn: Eine informierte Gesellschaft ist die Grundlage einer funktionierenden Demokratie. In der Redaktionellen Gesellschaft ist Menschen dabei bewusst, dass sie mit ihrem Umgang mit Informationen die gesellschaftliche Kommunikation mitgestalten. Ihnen ist klar, dass es eine beständige Reflexion des eigenen Kommunikationsverhaltens braucht. 

Genau dieses Wissen bringen wir im Aktionslabor in die praktische Anwendung: Die Hands-on-Ausstellung wurde gemeinsam mit der Kreativagentur lilazwei sowie den Agenturen PlayersJourney und Imaginary gestaltet und besteht aus mehreren Säulen, in die zwei digitale Spiele integriert sind. Während die Säulen kurz und prägnant zu verschiedenen Aspekten der Nachrichtenkompetenz informieren, dient das Spiel von PlayersJourney dazu, Besuchenden über VR-Brillen emotional zu vermitteln, wie irreführend und reduziert Schlagzeilen und Informationsausschnitte sein können und wie viel Wert darin liegt, sich umfassend zu informieren. In der Game-Anwendung von Imaginary wiederum lösen Besuchende gemeinsam Aufgaben in einer fiktiven Stadt und stellen dabei idealerweise fest, dass Herausforderungen auch im Umgang mit Informationen gewinnbringend gemeinsam gelöst werden können.  Denn: Zu den Zielen des Aktionslabors zählt auch, Menschen, die einander zufällig an Alltagsorten begegnen, kurzfristig in den Austausch zu bringen. Das Aktionslabor bleibt dabei unterhaltend und belehrt nicht; es soll zwar eine kurze Irritation erzeugen, aber kein generelles Misstrauen gegenüber Medien.

Erstmals ausgestellt wurde das Aktionslabor am 3. Mai 2024, dem Internationalen Tag der Pressefreiheit, in der Zentralbibliothek der Hamburger Bücherhallen. Im Sommer 2024 soll das Aktionslabor vor allem in den Hamburger Bücherhallen an Familientagen zum Einsatz kommen. 

Ansprechpartnerin:
Dr. Amelie Zimmermann, Leiterin Bucerius Lab, zimmermann@zeit-stiftung.de

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