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 „Migrationsgeschichten: Transatlantische und Globale Perspektiven“ – das Bucerius Young Scholars Forum in Berkeley bringt jedes Jahr eine Gruppe von jungen Wissenschaftlern aus Europa und Nordamerika zusammen. Die Teilnehmer entwickeln neue Forschungsfragen im Bereich der Migrationsgeschichte. Das Begegnungsprogramm, durchgeführt vom Deutschen Historischen Institut Washington, konzentriert sich insbesondere auf die Verflechtungen zwischen Migration und Wissen. Das Forum ist jeweils mit einer Bucerius Lecture verbunden. Diese Reihe öffentlicher Vorträge befasst sich – interdisziplinär und transnational – mit dem gesellschaftlichen Umgang mit Migration und ihren Herausforderungen.

Das Wissen von Migranten und ihre Rolle als Wissensproduzenten und -vermittler wurden bislang von der Forschung kaum beachtet. Die bestehenden Studien nehmen vor allem die frühe Neuzeit und die Kolonialgeschichte in den Blick. Das Bucerius Young Scholars Forum zielt deshalb darauf ab, diese Phänomene aus einer epochenübergreifenden, transregionalen und interdisziplinären Perspektive zu betrachten.

Vom 21. bis zum 23. Oktober 2019 hat das dritte Forum an der University of California in Berkeley stattgefunden.  Teilnehmer waren zehn junge Wissenschaftler, insbesondere Postdoktoranden und Promovenden in der Abschlussphase ihrer Dissertation. Sie stellten ihre Forschungsprojekte mit dem Fokus auf Migration und Wissen, transnationale Leben, Grenzen, Grenzregionen und andere gesellschaftliche Grenzziehungen sowie transatlantische Auswanderung vor. 

Die Bucerius Lecture 2019 mit dem Titel „Maybe Esther: Storytelling and the Unpredictability of the Past“ hielt die deutsch-ukrainische Schriftstellerin Katja Petrowskaja. Im Gespräch mit Sven Spieker, der vergleichende Literaturwissenschaft an der University of California in Santa Barbara lehrt, erläuterte sie die Rolle der deutschen Sprache in ihrem Schreiben sowie den Platz von Geschichte und Erinnerung in der literarischen Narration der Vergangenheit.  

Dr. Anna Hofmann
ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
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