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„Migrationsgeschichten: Transatlantische und Globale Perspektiven“ – das Bucerius Young Scholars Forum in Berkeley bringt jedes Jahr eine Gruppe von jungen Wissenschaftlern aus Europa und Nordamerika zusammen. Die Teilnehmer entwickeln neue Forschungsfragen im Bereich der Migrationsgeschichte. Das Begegnungsprogramm, durchgeführt vom Deutschen Historischen Institut Washington, konzentriert sich insbesondere auf die Verflechtungen zwischen Migration und Wissen. Das Forum ist jeweils mit einer Bucerius Lecture verbunden. Diese Reihe öffentlicher Vorträge befasst sich – interdisziplinär und transnational – mit dem gesellschaftlichen Umgang mit Migration und ihren Herausforderungen.

Das Wissen von Migranten und ihre Rolle als Wissensproduzenten und -vermittler wurden bislang von der Forschung kaum beachtet. Die bestehenden Studien nehmen vor allem die frühe Neuzeit und die Kolonialgeschichte in den Blick. Das Bucerius Young Scholars Forum zielt deshalb darauf ab, diese Phänomene aus einer epochenübergreifenden, transregionalen und interdisziplinären Perspektive zu betrachten.

Vom 17. bis 20. Oktober 2018 hat das zweite Forum an der University of Berkeley stattgefunden. Zehn junge Wissenschaftler, insbesondere Postdoktoranden und Promovenden in der Abschlussphase ihrer Dissertation, wurden ausgewählt. Sie stellten ihre Forschungsprojekte mit dem Fokus auf „Migration und Wissen über die Natur“, „(Im)Mobilitätsregime: Geopolitische Berechnungen und Taktiken von Migranten“, „Die erkenntnistheoretischen Aspekte der inneren Migration“, „Migration und Disziplinbildung“ sowie „Migrantenwissen: Das Entstehen von mehr als deutschen Geschichten“ vor. Die Bucerius Lecture 2018 mit dem Titel „What is in a Category? Telling Political Refugees & Economic Migrants Apart“ wurde von David Miliband, Präsident und CEO des International Rescue Committee, gehalten und sie ist hier nachzusehen

Dr. Anna Hofmann
ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
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