Welche Themen interessieren Sie?

© ZEIT Veranstaltungen
Mario Draghi und Elman Peace and Human Rights Center erhalten Marion-Dönhoff-Preis 2026

Für den Beitrag zur politischen und wirtschaftlichen Einheit in Europa, für die Friedensförderung und Versöhnung in Somalia: Der EZB-Präsident Mario Draghi und die Organisation Elman Peace and Human Rights Center erhalten den Marion-Dönhoff-Preis 2026. Der Hauptpreis für den ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Draghi sowie der Förderpreis für die gemeinnützige Organisation sind je mit 20.000 Euro Preisgeld dotiert. Der Preis für internationale Verständigung und Versöhnung wird in diesem Jahr zum 24. Mal von uns als ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, DIE ZEIT und der Marion Dönhoff-Stiftung verliehen. Am 6. Dezember findet die feierliche Verleihung im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg statt. 

Zahlreiche Einreichungen für 2026: So hat die Jury ausgewählt

Die Empfänger:innen des Preises können von Zivilgesellschaft und Fachpublikum vorgeschlagen werden. Zahlreiche Leser:innen sind dem Aufruf der ZEIT gefolgt und haben Personen und Organisationen vorgeschlagen, die sich im Sinne Marion Dönhoffs für internationale Verständigung und Versöhnung engagieren. Für den Förderpreis hat die Jury die somalische Organisation Elman Peace and Human Rights Center ausgewählt. Das Zentrum setzt sich unermüdlich für die Rehabilitation und Wiedereingliederung ehemaliger Kämpfer:innen, insbesondere von Kindersoldaten, im Land ein. Zudem leistet es gemeinsam mit „Sister Somalia“ einen unschätzbaren Beitrag zur Unterstützung der Opfer sexueller Gewalt. „Das Elman Peace and Human Rights Center hat Mut und Mitgefühl bewiesen, indem es den Opfern des Krieges geholfen und Mädchen und Frauen dabei unterstützt hat, ein Leben in Freiheit, Würde und Selbstbestimmung zu führen“, begründet die Jury die Auswahl. Die Laudatio für die Organisation hält bei der Preisverleihung die Menschenrechtsaktivistin und Bestsellerautorin Waris Dirie.

Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank und ehemaliger Ministerpräsident Italiens, erhält in diesem Jahr den Hauptpreis. „Als EZB-Präsident hat Mario Draghi die Eurozone sicher durch eine schwere finanzielle Krise gesteuert. Als Ministerpräsident Italiens hat er eine politisch gespaltene Nation zusammengehalten, hat sich gegen den wachsenden Nationalismus und Populismus gestemmt", so die Jury. „Nach dem Ende seiner Amtszeit hat er mit dem Bericht über die Zukunft der europäischen Wettbewerbsfähigkeit Wege aufgezeigt, wie die Europäische Union sich in der Konkurrenz mit den Weltmächten USA und China behaupten kann.“

Zur Jury des Marion-Dönhoff-Preises für internationale Verständigung und Versöhnung gehören der Autor Friedrich Dönhoff, der Historiker Norbert Frei, die Journalistin Astrid Frohloff, die Politökonomin Maja Göpel, Janusz Reiter, Polnischer Botschafter a. D.), Burkhard Schwenker, Vorsitzender des Kuratoriums der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, und die Journalistin Anne Will. Das Amt des Juryvorsitzes übergibt in diesem Jahr Matthias Naß an Heinrich Wefing (DIE ZEIT). Dessen Nachfolge wird im nächsten Jahr nachbesetzt.

Ergebnisse 1 – 11 von 293.
Jetzt Newsletter abonnieren!